Am 27. August 2025 wurde in der Archenholdstraße 19/21 in Berlin das Richtfest für ein neu errichtetes sechsgeschossiges Wohngebäude gefeiert. Bei der Veranstaltung waren prominente Gäste, darunter Camilla Schuler, die Bezirksstadträtin für Bauen und Stadtentwicklung, zugegen. Der Neubau schließt eine Baulücke in der Quartiersstruktur und trägt damit zur Verbesserung der städtebaulichen Situation bei. Auf einem Grundstück von 1.390 Quadratmetern entstehen insgesamt 37 Wohneinheiten mit einer Gesamtwohnfläche von 3.043 Quadratmetern.

Das Wohngebäude bietet verschiedene Wohnungstypen, darunter Zwei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen, die allesamt mit Balkonen oder Terrassen ausgestattet sind. Ein besonderes Merkmal ist, dass 50 Prozent der Wohnungen barrierefrei gestaltet wurden. Darüber hinaus verfügt der Neubau über zwei Treppenhäuser mit Aufzügen, die bis ins fünfte Obergeschoss führen. Um den Mobilitätsbedürfnissen der zukünftigen Bewohner gerecht zu werden, gibt es eine Tiefgarage mit 21 PKW-Stellplätzen sowie Abstellmöglichkeiten für Fahrräder, die über einen PKW-Aufzug erreichbar sind.

Nachhaltigkeit und innovative Baukonzepte

Immer mehr Bauprojekte in Berlin setzen auf nachhaltige Konzepte für umweltfreundlichen Wohnraum. Ein Beispiel ist das Neubauprojekt im Barnimkiez (Friedrichshain), welches 33 barrierefreie Wohnungen umfasst, von denen 24 öffentlich gefördert werden. Die Mietpreise beginnen bei 7 Euro pro Quadratmeter. Dieses Projekt erfüllt den KfW-55-Standard und wird mit extensiver Dachbegrünung sowie Recycling-Glaswänden realisiert. Die Fertigstellung ist für den Herbst 2025 angekündigt.

  • Neubau im Barnimkiez (Friedrichshain): 33 barrierefreie Wohnungen, 24 öffentlich gefördert, Mietpreis ab 7 Euro pro Quadratmeter, KfW-55-Standard.
  • „BUWOG-Hygge-Höfe“ in Kaulsdorf (Marzahn-Hellersdorf): sieben Mehrfamilienhäuser, Ziel: bis zu 64% CO₂-Einsparung durch Holzbauweise.
  • Schumacher Quartier (ehemaliger Flughafen Tegel): über 5.000 Wohnungen in Holzbauweise mit sozialen Einrichtungen.
  • „HAINWERK“-Projekt an der Revaler Straße (Friedrichshain): drei Gebäude mit Wohnungen und Gewerbeflächen, Nutzung von Recyclingmaterialien.

Diese Entwicklungen sind Teil eines umfassenden Trends, der die Berliner Baupolitik zunehmend prägt. Besonders hervorzuheben ist das Bestreben, sowohl soziale als auch ökologische Nachhaltigkeit zu fördern. So werden bei einem Großteil der neuen Projekte innovative Holzbauweisen und begrünte Dächer bevorzugt.

Zertifizierung nachhaltiger Bauprojekte

Ein wesentlicher Aspekt für die Qualität von Neubauprojekten ist die Einhaltung von Nachhaltigkeitsstandards. Das Qualitätssiegel für nachhaltigen Wohnungsbau (NaWoh) hat sich in diesem Zusammenhang etabliert. Am 23. Oktober 2024 findet ein Webinar zur NaWoh 4.0-Zertifizierung statt, organisiert von der EBZ-Akademie. Dieses neuartige Zertifizierungsprogramm wird von der Deutschen Akkreditierungsstelle angeboten und zielt auf die Verbesserung von Umweltstandards im Wohnungsbau.

Die Stadt Berlin zeigt sich mit ihren innovativen Projekten und der steigenden Bedeutung nachhaltiger Bauweisen auf einem guten Weg, um den Herausforderungen der Wohnungsnot und des Klimawandels gerecht zu werden. Initiativen wie die im Barnimkiez unterstreichen den parallelen Fokus auf Barrierefreiheit und Energieeffizienz, während gleichzeitig neue Maßstäbe für die städtische Wohnqualität gesetzt werden.

Für weitere Informationen zu den Projekten und zur NaWoh-Zertifizierung besuchen Sie die entsprechenden Links: Berlin.de, Entwicklungsstadt, NaWoh.