Am 23. April 2026, einem ganz normalen Donnerstag, verließ die 13-jährige Mojda Safdari ihre Wohnung im Senftenberger Ring im Märkischen Viertel, Berlin-Reinickendorf, und seitdem fehlt jede Spur von ihr. Um 16 Uhr war es, als sie aufbrach, um vielleicht ein wenig frische Luft am Alexanderplatz zu tanken – einem beliebten Treffpunkt, wo sich viele Jugendliche aufhalten. Doch Mojda kehrte nicht zurück. Ihre Betreuer machen sich große Sorgen, denn das Mädchen hat kein Handy dabei und könnte sich in einer hilflosen Lage befinden.

Mojda hat eine auffällige Erscheinung: Ihre dunklen, langen Haare, zuletzt mit Pony, und die kräftige Statur sind leicht zu erkennen. Sie misst etwa 1,55 Meter und hat braune Augen. Besonders markant sind die Tattoos, die sie trägt: ein Herz auf dem Brustkorb und ein noch nicht vollendetes Stern-Tattoo auf einem Unterarm. Ein Nasenstecker am rechten Nasenflügel vervollständigt ihr Erscheinungsbild, das als westasiatisch beschrieben wird. Zuletzt trug sie weite Jogginghosen, perfekt für eine entspannte Zeit in der Stadt.

Die Suche geht weiter

Die Polizei hat zwei Fotos von Mojda veröffentlicht, um die Suche nach ihr zu unterstützen. Sie bittet die Öffentlichkeit um Mithilfe. Wer Mojda seit ihrem Verschwinden gesehen hat oder vielleicht sogar Kontakt zu ihr hatte, wird gebeten, sich zu melden. Hinweise können an die Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes in der Keithstraße 30, Berlin-Tiergarten, unter der Telefonnummer (030) 4664-912444 oder per E-Mail übermittelt werden. Natürlich können auch Informationen an jede Polizeidienststelle weitergegeben werden. Und für den Fall der Fälle gibt es die Notrufnummer 110.

Die Situation ist nicht nur für die Familie von Mojda, sondern auch für die gesamte Gemeinschaft alarmierend. Denn die Jugendkriminalität in Berlin hat in den letzten Jahren zugenommen. Diese betrifft vor allem Straftaten von Personen im Alter von 14 bis 20 Jahren. Die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt, dass im Jahr 2025 rund 25.000 Tatverdächtige unter 21 Jahren erfasst wurden. Ein Anstieg ist vor allem bei Delikten wie Ladendiebstahl und Sachbeschädigung zu verzeichnen. In den Hotspots der Jugendkriminalität, wie dem Alexanderplatz, sind solche Vorkommnisse fast schon an der Tagesordnung.

Herausforderungen in der Stadt

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig. Sozioökonomische und demografische Faktoren spielen eine große Rolle. Fehlende Bildungschancen und soziale Ungleichheit fördern das Abdriften Jugendlicher von gesellschaftlichen Normen. Präventionsprogramme wie „JUMP“ und „Chance“ versuchen, diesen Herausforderungen entgegenzuwirken, indem sie jungen Menschen Perspektiven bieten. Doch die Zahl der jugendlichen Intensivtäter liegt stagnierend bei etwa 1.500 Personen, was die Situation nur noch komplizierter macht.

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Die Suche nach Mojda ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit, sondern ein Zeichen für die Herausforderungen, mit denen viele Jugendliche in Berlin konfrontiert sind. Die Stadt muss mehr tun, um den jungen Menschen zu helfen – bevor es zu spät ist. Die Hoffnung bleibt, dass Mojda bald wohlbehalten zurückkehrt und ihre Geschichte ein positives Ende findet.

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