U8-Verlängerung in Berlin-Reinickendorf: Ein Schritt Richtung Zukunft
Heute ist der 1.07.2026 und in Berlin-Reinickendorf hat die BVG die erste Etappe eines spannenden Projekts gestartet. Am Wilhelmsruher Damm haben am 01.07.2026 die Baugrund-Probebohrungen für die Verlängerung der U-Bahnlinie U8 begonnen. Eine wichtige Maßnahme, die nicht nur für die Bauplanung, sondern auch für die Erstellung einer belastbaren Kostenschätzung von großer Bedeutung ist. BVG-Chef Hendrik Falk schätzt die Kosten für die gesamte Verlängerung auf etwa 390 Millionen Euro. Ein ordentlicher Batzen, der allerdings durch die Vorfreude der Anwohner etwas gemildert wird.
Die neue Strecke soll vom U-Bahnhof Wittenau über vier Stationen bis ins Märkische Viertel führen. Die geplanten Haltestellen sind am Märkischen Zentrum, an der Treuenbrietzener Straße, an der Wesendorfer Straße und schließlich ein neuer Endbahnhof am Senftenberger Ring. Ziemlich aufregend, oder? Die Bohrungen und die anschließende Auswertung der Ergebnisse werden schätzungsweise ein Jahr in Anspruch nehmen. Wenn alles glatt läuft, könnte die U8-Verlängerung tatsächlich Ende der 2030er Jahre in Betrieb genommen werden. Vorausgesetzt, der Planfeststellungsbeschluss für den Tunnelbau benötigt nicht länger als zwei Jahre – ein Wunsch, den viele in der Region hegen.
Bauprozess und Anwohner
Das Bohrloch am Wilhelmsruher Damm wird übrigens fünf Meter tief und ist nur der Anfang einer ganzen Reihe von Erkundungsmaßnahmen. Die BVG plant, die U8 über eine Trasse von etwa drei Kilometern zu verlängern. Wenn alles optimal verläuft, könnte der Bau bereits 2031 beginnen. In dieser Phase des Planungsprozesses, der gerade in vollem Gange ist, werden 38.000 Anwohner an das BVG-Netz angeschlossen. Das klingt nach einer echten Verbesserung für die Mobilität im Märkischen Viertel!
Die Projektkosten haben sich laut dem Nahverkehrsplan auf 560 Millionen Euro von 2026 bis 2029 erhöht. Eine erste Kostenschätzung wird erst 2027 erwartet, während die Vorplanung bis zum Sommer 2027 abgeschlossen sein soll. Da drängt sich die Frage auf: Woher kommt das Geld? Nun, die Finanzierung sieht vor, dass 75% aus dem Bundeshaushalt und 25% aus dem Landeshaushalt stammen. Dennis Backwinkel, Geschäftsführer der BVG Projekt GmbH, zeigt sich optimistisch bezüglich des Zeitplans und betont die Wichtigkeit der U-Bahn für das Märkische Viertel.
Kritik und Unterstützung
Das Projekt findet im Bezirk überwiegend Zuspruch, auch wenn es kritische Stimmen gibt – vor allem von den Grünen im Abgeordnetenhaus, die eine Verlängerung der Tramlinie bevorzugen würden. Die CDU, SPD und Linke unterstützen hingegen das Vorhaben, wobei die Linke es als langfristige Maßnahme betrachtet. Die Nutzen-Kosten-Rechnung des Senats liegt bei 1,07 – minimal über der Wirtschaftlichkeitsgrenze von 1,0. Ein gutes Zeichen, das die BVG auch verteidigt. Dennis Backwinkel hingegen ist überzeugt, dass die U-Bahn für das Märkische Viertel die bessere Wahl ist.
Die ersten Passagiere könnten in den 2040er Jahren mit der U8 bis zum Senftenberger Ring fahren. Ziemlich futuristisch, nicht wahr? Aber bis dahin wird es noch einige Herausforderungen zu meistern geben, nicht zuletzt die Entscheidung über die Umsetzung der bevorzugten Trasse während der Vorplanungsphase. Doch die Vorfreude, die in der Luft liegt – die Vorstellung, dass bald viele Menschen einfacher und schneller in die Stadt gelangen können – macht die Mühen vielleicht ein bisschen erträglicher.
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