Ein stürmischer Sonntag steht uns bevor, und das nicht nur im übertragenen Sinne. Für Teile Deutschlands, auch hier in Berlin, wurden warnende Töne angestimmt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) spricht von stürmischem und teils gefährlichem Wetter, das uns am Sonntagmorgen heimsuchen könnte. Über dem Norden, der Mitte, dem Westen und dem Südwesten Deutschlands gilt es ernst: Offizielle Warnungen vor Sturm und schweren Sturmböen sind in Kraft. Wer also plant, nach draußen zu gehen, sollte sich vielleicht eine stabile Kopfbedeckung schnappen – oder besser noch, gleich zu Hause bleiben!

Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 km/h in Höhenlagen über 600 Metern könnte es ordentlich durchpfeifen. Und in exponierten Lagen, wie etwa auf dem Brocken, werden sogar schwere Sturmböen um die 100 km/h erwartet. In der Stadt, wo wir uns befinden, könnten wir uns zumindest mit bis zu 70 km/h begnügen – das klingt fast harmlos, aber auch hier können Äste brechen und ungesicherte Gartenmöbel munter durch die Luft fliegen. Der DWD rät ausdrücklich dazu, alles, was nicht niet- und nagelfest ist, zu sichern. Wer noch im Garten werkeln wollte, sollte besser einen Plan B in der Hinterhand haben!

Das Wetter im Detail

Ein Sturmtief, das bis Sonntagabend nahe Schottland in Richtung Südnorwegen zieht, bringt unbeständiges und nasses Wetter mit sich. Die Ausläufer dieses Sturms beeinflussen auch unser Wetter. Am Sonntagmorgen erwartet uns ein Süd- bis Südwestwind, der teils stürmische Böen mit sich bringt – ich sage mal, das ist kein Brise, die einen zum Picknick einlädt! An der Nordsee und in Berglagen kann es sogar zu Orkanböen kommen, mit Windstärken zwischen 9 und 12 Bft, die Geschwindigkeiten von 75 bis 120 km/h erreichen. Und die Ostsee? Auch hier gibt’s Sturmböen von 70 bis 85 km/h.

Die Wetterlage bleibt ungemütlich. Nach einer kurzen Verschnaufpause frischt der Wind erneut auf und dreht auf Südwest bis West – als wäre er nicht schon genug am Werk! Gewitter sind ebenfalls im Anmarsch: Im Norden und stellenweise in der Mitte sind kurze Graupelgewitter möglich, die uns mit stürmischen Böen in der Stärke von 7 bis 8 Bft beglücken werden. Und als ob das nicht genug wäre, können an der Nordsee schwere Sturm- oder sogar orkanartige Böen auf uns lauern. Ich kann mir schon die Geschichten vorstellen, die wir nach diesem Sonntag erzählen werden!

Ein Blick auf die Sturmsaison

Ein bisschen Hintergrundwissen gefällig? Die Sturmsaison erstreckt sich über den Herbst und Winter. Aber nicht ganz so, wie man es vielleicht denkt: Ein vom Kalenderjahr abweichendes Sturmjahr beginnt im Juli und endet im Juni des Folgejahres. In dieser Zeit werden die Häufigkeiten von Sturmtagen erfasst – da kann man schon mal ins Staunen kommen, wenn man die Statistiken sieht! Besonders die Flutkatastrophe im Februar 1962 ist ein einschlägiges Beispiel für die Wucht der Natur.

Und so stehen wir hier, mitten in einem stürmischen Sonntag, mit dem Wissen, dass die Natur uns manchmal ganz schön herausfordern kann. Ich hoffe, dass alle gut durch diesen Tag kommen und vielleicht sogar ein bisschen Spaß an den Elementen finden – na ja, solange man sicher ist!