Heute ist der 27.05.2026 und ich sitze hier in Reinickendorf, während ich über eine wirklich spannende neue Ausstellung nachdenke, die gerade im ehemaligen Flughafen Tempelhof eröffnet wurde. Die Ausstellung trägt den Titel „Lufthansa. Berlin-Tempelhof 1926 – 1945. Zwischen ziviler und militärischer Luftfahrt“ und bietet einen tiefen Einblick in die bewegte Geschichte der Deutschen Lufthansa. Wer hätte gedacht, dass ein Ort, der einst von Menschen und Maschinen belebt war, jetzt als Kulisse für eine so vielschichtige Erzählung dient?

Die Eröffnung fand am Donnerstag statt und ich kann mir vorstellen, dass die ersten Besucher von der Vielfalt der Exponate begeistert waren. Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung der Lufthansa von der Gründung im Jahr 1926 bis zur vorläufigen Auflösung nach dem Zweiten Weltkrieg. Tempelhof war nicht nur ein Flughafen; er war die Heimat der Lufthansa, die sich zu einer der wichtigsten Fluggesellschaften Europas entwickelte. Man kann sich die Atmosphäre dort lebhaft vorstellen – das Summen der Flugzeuge, die Aufregung der Passagiere, die mit großen Träumen abheben.

Ein Blick in die Vergangenheit

Die thematischen Schwerpunkte sind ebenso spannend wie nachdenklich stimmend. Die Verflechtungen von Luftfahrt, Staat, Wirtschaft und Militär in der Weimarer Republik und der Zeit des Nationalsozialismus werden eindrucksvoll aufgearbeitet. Jedes Exponat, jede Fotografie erzählt eine eigene Geschichte. Von Werbematerial und zeitgenössischen Publikationen bis hin zu Originalfilmaufnahmen – die Ausstellung hat rund 200 Abbildungen zu bieten, die die Entwicklung der Lufthansa dokumentieren. Und das Beste? Dazu gehören auch bewegende Filmaufnahmen, wie der berühmte Propagandafilm „Briefe fliegen über den Ozean“ aus dem Jahr 1935.

Ein besonders interessanter Teil der Ausstellung sind die Kurzporträts von Personen, die die Geschichte der Lufthansa geprägt haben. Wie waren diese Menschen? Was trieb sie an? Und nicht zu vergessen – die kritische Auseinandersetzung mit der Rolle der Lufthansa beim Wiederaufbau der deutschen Luftwaffe und dem Einsatz von Zwangsarbeit im Zweiten Weltkrieg. Das ist kein leichter Stoff, aber absolut notwendig, um die Komplexität dieser Geschichte zu begreifen.

Eintritt und Öffnungszeiten

Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet, jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr. Der Eintrittspreis von fünf Euro klingt mehr als fair für das, was geboten wird. Es gibt sogar Dokumente, die man anfassen kann – Geschäftsberichte und Jubiläumsschriften, die einen noch näher an die damalige Zeit heranführen. Ehrlich gesagt, ich finde es immer wieder faszinierend, wie solche Ausstellungen es schaffen, Geschichte erlebbar zu machen und uns zum Nachdenken anzuregen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

Wenn ihr also auf der Suche nach einem Ausflugsziel seid, das Geschichte lebendig werden lässt, kann ich euch die Ausstellung im THF TOWER nur wärmstens empfehlen. Egal, ob ihr Historiker seid oder einfach nur neugierig – hier gibt es viel zu entdecken! Und wer weiß, vielleicht packt es euch ja auch und ihr findet euch bald auf einer Reise durch die faszinierende, wenn auch dunkle Geschichte der Luftfahrt wieder.