Heute ist der 27.04.2026. In der Stadt Cottbus, die für ihre alternative Szene bekannt ist, mehren sich die Angriffe und Drohungen gegen engagierte Bewohner. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen zu mehreren Vorfällen aufgenommen, die in den letzten Tagen die Gemüter erhitzt haben. Besonders alarmierend ist der Vorfall, bei dem eine brennende Fackel in das alternative Wohnprojekt «WK51» geworfen wurde. Dies stellt nicht nur eine akute Gefahr für die Bewohner dar, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die zunehmende Gewalt gegen alternative Lebensformen in der Region.

Die Initiative Sichere Orte Südbrandenburg spricht von einer «Eskalation der Gewalt». Die Bewohner des «WK51», ein Zuhause für internationale Studierende, Handwerker und kulturell engagierte Menschen, mussten aufgrund des dichten Rauchs das Haus verlassen. Glücklicherweise gab es keine Verletzten, dennoch bleibt die Angst vor weiteren Angriffen spürbar. Eine Bewohnerin schilderte, dass der Rauch in den Wohnungen kaum zu ertragen war und die Sorge, das Haus könnte in Flammen aufgehen, sie stark belastete.

Wiederholte Angriffe auf alternative Wohnprojekte

Der Vorfall ist nicht isoliert. Bereits vor etwa zehn Tagen kam es zu Randalierungen vor der Wohnungstür eines engagierten Studentenpfarrers. Zudem wurden am gleichen Haus Fensterscheiben eingeschlagen und im Vorjahr gab es sogar einen Sprengstoffanschlag an Silvester. Die Abteilung für politisch motivierte Straftaten der Polizei ermittelt bereits in mehreren Fällen und hat Pyrotechnik sichergestellt. Auch das Anbringen rechter Sticker auf der Haustür des «WK51» ist ein wiederkehrendes Problem, das die Bewohner stark verunsichert.

Die Initiative fordert daher einen wirksamen Schutz durch Polizei, Politik und die Eigentümer des Hauses, um den Menschen ein sicheres und angstfreies Leben zu ermöglichen. Die wiederholten Angriffe auf alternative Projekte, wie zuletzt im Mai 2025 auf das Hausprojekt «Zelle 79», zeigen eine besorgniserregende Tendenz in der Stadt. Angreifer riefen damals verfassungsfeindliche Parolen und schufen eine Atmosphäre der Bedrohung.

Ein Aufruf zur Solidarität

Die Situation in Cottbus ist ein eindringlicher Appell an die Gesellschaft. Die Angriffe auf alternative Wohnprojekte sind nicht nur Angriffe auf Einzelne, sondern auf eine vielfältige und offene Gemeinschaft. In Zeiten, in denen Diversität und Toleranz wichtiger denn je sind, braucht es eine breite Solidarität, um solchen Entwicklungen entgegenzutreten. Es ist an der Zeit, sich für ein friedliches Miteinander einzusetzen und die Stimmen der Zivilgesellschaft zu stärken.

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