Heute ist der 26.06.2026, und in Berlin hat sich etwas ganz Besonderes ereignet. Die legendäre Britpop-Band Pulp hat ihr Comeback gefeiert – nach fast 30 Jahren Abwesenheit. Ein Spektakel, das viele alte Fans und ganz neue Zuhörer in den Bann zog. Die letzten Klänge der Band waren im Juni 1996 im Huxleys zu hören. Nun, fast drei Jahrzehnte später, fand das große Comeback-Konzert im Tempodrom statt. Es war nicht nur ein Konzert, sondern auch ein Erlebnis, das viele, auch die, die Pulp zum ersten Mal live sahen, so schnell nicht vergessen werden.

Mit ihrem neuen Album „More“, das erst kürzlich veröffentlicht wurde – ihr erstes seit fast 25 Jahren – war die Vorfreude groß. Das Konzert, das in zwei Akten strukturiert war und mit einer 15-minütigen Pause aufwartete, bot eine perfekte Mischung aus neuen und alten Hits. Der erste Teil endete mit dem melancholischen „Sunrise“, während der letzte Song, „A Sunset“, vom neuen Album das Publikum mit einem zufriedenen Gefühl zurückließ.

Ein Theater auf der Bühne

Die Inszenierung war bemerkenswert. Anstatt einer klassischen Rockshow erinnerte die Bühnenpräsentation eher an eine Theateraufführung. Schlichte LED-Elemente und der Fokus auf der Band schufen eine besondere Atmosphäre. Jarvis Cocker, der charismatische Frontmann, agierte nicht nur als Sänger, sondern auch als Erzähler. Er teilte Geschichten zwischen den Songs, darunter eine amüsante Anekdote über den Club „Limit“ in Sheffield. Wer hätte gedacht, dass man beim Musikhören auch so viel lachen kann?

Mit nahtlos integrierten neuen Songs wie „Spike Island“ bewiesen sie, dass die Zeit nicht an ihrer Kreativität genagt hat. Dennoch waren die größten Momente den Klassikern vorbehalten. „Common People“ – ein Hit, der die Massen mit rührender Nostalgie erfüllte – wurde frenetisch gefeiert. Das Konzert erstreckte sich über rekordverdächtige zweieinhalb Stunden, ohne klassische Zugabe, denn die gesamte „More“-Tour wurde als Zugabe betrachtet. Wer hätte gedacht, dass es so viel Energie geben kann?

Ein Blick in die Zukunft

Apropos Energie: Pulp hat nicht nur das Konzert, sondern auch die Veröffentlichung eines Dokumentar- und Konzertfilms mit dem Titel „Pulp: What Do You Do For an Encore?“ angekündigt. Gedreht von Garth Jennings, wird der Film im Herbst auf dem Streamingdienst Mubi Premiere feiern. Und das ist noch nicht alles – am 28. August erscheint das Album „Live!“, das die besten Momente dieser Tour festhält. Es wird spannend zu sehen, wie diese neuen Werke ankommen werden.

Die Rückkehr von Pulp ist nicht nur ein nostalgischer Abstecher in die 90er. Die Band, die 1978 in Sheffield gegründet wurde, hat sich als Teil der Britpop-Bewegung neben Größen wie Oasis und Blur etabliert. Hits wie „Disco 2000“ und „Common People“ werden immer ein Teil ihrer Identität bleiben. Auch wenn das letzte Konzert im Februar 2013 stattfand, hat das Warten auf neue Musik und Auftritte ein Ende gefunden.

Die Tournee trägt den vielversprechenden Titel „Du verdienst mehr“, eine Anspielung auf ihr neues Album „More“. Pulp hat auch drei Konzerte in Deutschland gegeben, und einige von uns sind dankbar, dass sie sich für Berlin entschieden haben. Es war mehr als nur ein Comeback – es war eine Feier der Musik, der Erinnerungen und der neuen Anfänge.

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