Am 3. November ist es endlich so weit: Das Zeiss-Großplanetarium in Berlin-Prenzlauer Berg feiert die Weltpremiere seiner neuen kuppelfüllenden Show „Juwelen des Kosmos“. Diese spektakuläre Vorstellung bringt uns die Wunder des Universums näher, basierend auf den neuesten Aufnahmen der Weltraumteleskope James Webb und Hubble. Die Besucher dürfen sich auf eine 55-minütige Reise durch die Geschichte des Universums freuen, die von einzelnen Himmelsobjekten zu übergeordneten kosmischen Zusammenhängen führt.

Die Show behandelt unter anderem die Entstehung von Sternen und die Vorgänge in Gas- und Staubwolken – das klingt doch einfach aufregend! Was uns als Zuschauer erwartet? Ein tiefes Eintauchen in die astrophysikalischen Prozesse, die die beobachteten Strukturen formen. Und das ist nicht alles: Die Bedeutung ferner Galaxien für die Geschichte des Universums wird ebenfalls thematisiert. Wer hätte gedacht, dass die Sterne so viel zu erzählen haben?

Einblick in die neuesten Forschungen

Die beeindruckenden Daten, die von James Webb geliefert werden, zeigen uns hochauflösende Infrarotaufnahmen von Sternentstehungsgebieten in nahen Galaxien. Diese Aufnahmen machen bisher verborgene Strukturen sichtbar, in denen neue Sterne geboren werden. Das internationale Forschungsprojekt PHANGS-JWST hat es sich zur Aufgabe gemacht, genau diese Prozesse zu untersuchen. Beteiligt daran ist unter anderem das Max-Planck-Institut für Astronomie. Die ersten Ergebnisse wurden in einer Sonderausgabe der Fachzeitschrift Astrophysical Journal Letters veröffentlicht und zeigen, wie dynamisch und lebendig unser Universum ist.

Besonders spannend sind die Beobachtungen von vier Galaxien, die in den ersten Betriebsmonaten des James-Webb-Teleskops untersucht wurden: NGC 628, NGC 1365, NGC 7496 und IC 5332. Diese Galaxien sind so ausgerichtet, dass sie weitgehend von oben oder unten sichtbar sind. Die MIRI-Aufnahmen zeigen filigrane Netzwerke aus Gas und Staub, die uns einen Einblick geben, wo strömendes Gas in Sterne umgewandelt wird. So wird die Entstehung von Sternen nicht nur in den Spiralarmen, sondern auch in den zwischenliegenden Gas-Ausläufern, den „Spurs“, sichtbar. Das ist wie ein großes kosmisches Puzzle!

Das James-Webb-Teleskop und seine Mission

Das James-Webb-Weltraumteleskop, das Ende 2021 ins All geschickt wurde, ist das größte und leistungsfähigste Weltraumobservatorium, das wir je hatten. Mit einem beeindruckenden 6,5 Meter großen Teleskopspiegel und speziell entwickelten Infrarot-Instrumenten hat es sich zum Ziel gesetzt, zu erforschen, wie das Universum kurz nach dem Urknall aussah. Es wird uns helfen, die Entwicklung von Galaxien, Sternen und Planeten besser zu verstehen.

Die Aufnahmen, die das Teleskop liefert, sind nicht nur für Wissenschaftler von Bedeutung. Auch das Publikum kann von diesen Entdeckungen profitieren. Denn die Bilder sind für Forschungsteams und die Allgemeinheit zugänglich. Das macht die Wissenschaft lebendig und greifbar – und vielleicht sogar ein bisschen aufregend!

Der Eintritt zur Show „Juwelen des Kosmos“ kostet 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Das Zeiss-Großplanetarium, das im Jahr 2025 mehr als 370.000 Besucher anlockte, ist damit Deutschlands meistbesuchtes Planetarium. In den letzten zehn Jahren verzeichnete die Stiftung Planetarium Berlin über 3,5 Millionen Besucherinnen und Besucher. Mit solch einer Geschichte im Rücken darf man auf die kommenden Abenteuer im Kosmos gespannt sein!