Neuer Club „119“ in Prenzlauer Berg verbindet elektronische Musik mit der Geschichte der DDR-Opposition
Am Freitag, den 23. Oktober 2026, wird es endlich ernst: Der neue Club „119“ öffnet seine Türen in der Storkower Straße 119 im Prenzlauer Berg. Um 23 Uhr geht’s los und die Vorfreude in der Stadt ist spürbar. Dieser neue Ort für elektronische Musik reiht sich perfekt in die aufregende Clublandschaft ein, die sich in diesem Industriegebiet entwickelt hat. Neben dem bereits im September eröffneten „Club Rosa“ und dem Eventspace „DSTRKT“, die beide in unmittelbarer Nähe sind, wird „119“ zu einem neuen Hotspot für Nachtschwärmer und Partytiger!
Die Veranstaltungsorte in der Storkower Straße sind mehr als nur Clubs – sie haben Geschichte. Der „119“ nutzt die ehemaligen Räumlichkeiten der „Kirche von Unten“ (KvU), einem legendären Treffpunkt der DDR-Opposition. Hier wurde einst über Frieden, Umwelt und Menschenrechte diskutiert. Mehrere Tausend Menschen fanden in der KvU einen Raum für Debatten, Lesungen und Konzerte. Es ist ein Ort, der von Bürgerrechtlern und Umweltschützern geprägt wurde – und jetzt wird er wieder lebendig mit pulsierenden Beats und aufregenden Partys.
Ein musikalisches Konzept für die Nacht
Die Betreiber des „119“ haben sich viel vorgenommen. Anknüpfend an die Geschichte des Gebäudes wollen sie Relikte der Vergangenheit bewahren, während sie gleichzeitig eine zeitgenössische Clubkultur anbieten. Zwei Floors – „Block“ und „Halle“ – laden zum Feiern ein. Das musikalische Konzept reicht von Techno bis House und wird von lokalen DJs wie Traytex, Shanda, Rill und vielen mehr unterstützt. Die Eröffnungsparty verspricht ein echtes Erlebnis zu werden und für die kommenden Wochenenden sind bereits weitere Veranstaltungen mit den Kollektiven „psYƨq“ und „Extra Energy“ geplant. Das klingt vielversprechend!
Ein schöner Aspekt ist auch, dass es laut den Organisatoren keine Konflikte mit Anwohnern wegen Lärms geben soll. Das ist in Berlin ja oft ein heißes Eisen. Vielleicht gelingt es hier, eine Balance zwischen aufregendem Nachtleben und nachbarschaftlichem Frieden zu finden. Und das ist nicht das Einzige, was die Betreiber im Kopf haben. Bis zum Sommer 2027 sind auch Neugestaltungen der Außenflächen geplant – man darf also gespannt sein, wie sich der Club in den kommenden Jahren entwickeln wird.
Ein Blick in die Vergangenheit
Ein bisschen Melancholie schwingt mit, wenn man an die Geschichte der KvU denkt. Nach der Wende war sie über Jahrzehnte ein selbstverwaltetes Kultur- und Sozialprojekt, ein Ort für alternative Kultur und politische Diskussionen. 2014 musste die KvU aus ihren Räumen in der Storkower Straße ausziehen und fand schließlich ein neues Zuhause. Doch auch dort steht der Umzug bevor – bis Ende März 2025 muss sie die Räume verlassen. Mit der Eröffnung des „119“ wird ein Kapitel der Geschichte enden, um gleichzeitig ein neues zu beginnen. Der Club möchte die Erinnerungen und Relikte der KvU bewahren, während er einen neuen Raum für die Berliner Nachtkultur schafft.
Was bleibt, ist die Vorfreude auf die Eröffnung und die Frage: Was wird der „119“ für die Clubszene in Berlin bedeuten? Ein Ort, an dem Musik und Geschichte verschmelzen – das klingt nach einem aufregenden neuen Kapitel für die Stadt!
