Am Weißen See, einem der malerischsten Orte in Pankow, tut sich was. Hier wird jetzt eine Totholzhecke errichtet, die den Zugang zum Wasser einschränken soll – und das hat seine Gründe. Die Hecke, die zu 90 Prozent fertiggestellt ist, ist Teil eines umfangreichen Projekts, das den Schutz der ufernahen Bereiche verbessern und das Badeverbot unterstützen soll. Die stolzen Kosten belaufen sich auf knapp zwei Millionen Euro, finanziert durch das Bundesamt für Bauwesen und Raumforschung sowie aus Mitteln des Bezirks Pankow und dem gesicherten Vermögen der ehemaligen DDR. So viel zum Thema Finanzierung – das klingt nach einer soliden Grundlage, um hier etwas zu bewegen.
Der Zugang zum Weißen See wird künftig nur noch über das Strandbad möglich sein. Eintrittspreise? Die sind relativ moderat: 23 Euro für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern, 6 Euro für einen Abendbesuch und 4 Euro ermäßigt. Ein kleines Loch in den Geldbeutel – aber hey, wer will nicht mal einen schönen Tag am Wasser verbringen? An der Hecke selbst gab es leider schon Vandalismusschäden, vor allem an den neu gepflanzten Sträuchern. Das ist echt schade, denn die Hecke soll auch den Schutz für Wasservögel, Insekten und andere kleine Tiere bieten.
Spatenstich und weitere Pläne
Am 15. Oktober 2025 ist es dann so weit: Der Spatenstich für die ökologischen Maßnahmen zur Ufersicherung wird gesetzt. Bezirksstadträtin Manuela Anders-Granitzki wird dabei sein, und es ist ein großartiger Schritt, um die Aufenthaltsbereiche am Nord- und Südufer zu verbessern. Die anstehenden Arbeiten umfassen nicht nur die Stabilisierung erodierter Uferstellen, sondern auch die Bepflanzung von Flachwasserzonen mit standorttypischen Gewächsen. Wer hätte gedacht, dass so viel Mühe in den Erhalt der Natur gesteckt wird? Ach ja, und eine 1.000 Meter lange Benjeshecke aus Totholz und Robinienpfählen wird ebenfalls errichtet. Damit geht’s nicht nur um den Schutz der Tiere – auch ein bisschen Naturschutz kann nicht schaden!
Zusätzlich sind zwei barrierearme Aussichtsplattformen geplant, die den Zugang zum Wasser erleichtern sollen. Und was gibt es noch? Wildwiesen und Landschaftsrasen werden angelegt, Wege mit Natursteinmaterial – das klingt nach einer kleinen Oase mitten in der Stadt. Ein Kinder-Kreativwettbewerb mit dem Thema „Weißer See – Grünes Ufer“ hat bereits stattgefunden, und die Gewinner werden im Park bekannt gegeben. Die Plakate zu Themen wie „Enten nicht füttern“ oder „Müll in die Mülleimer“ sind bereits präsent und erinnern uns an die Verantwortung, die wir für unsere Umwelt tragen.
Ein Blick in die Zukunft
Die Bauzeit wird voraussichtlich bis ins Frühjahr 2026 dauern, die Arbeiten erfolgen abschnittsweise. Ich kann mir vorstellen, dass es während dieser Zeit einige Einschränkungen geben wird, aber die aktuellen Informationen sind auf der Berliner Beteiligungsplattform zu finden. Es ist bewundernswert, wie viel Arbeit und Engagement in diesen Projekten steckt, um unseren urbanen Raum an die Herausforderungen des Klimawandels anzupassen. Ein bisschen mehr Grün, ein bisschen mehr Natur – das kann hier in Berlin nur von Vorteil sein, oder?
Ein paar Kilometer entfernt, im Landschaftsschutzgebiet Röthepfuhl, finden ähnliche Maßnahmen statt. Dort ist das Ziel, Lebensräume durch Auflichten und Freistellen zurückzugeben, und das anfallende Material wird für kleine Totholzstrukturen genutzt, die vielen Tieren als Versteck dienen. Es ist faszinierend zu sehen, wie solche Projekte ineinandergreifen und die Stadt Stück für Stück grüner und lebenswerter machen. Manchmal, wenn ich am Weißen See entlangspaziere, denke ich mir, dass jeder kleine Schritt zählt – und jeder Baum, der gepflanzt wird, ist ein Gewinn für uns alle.