Heute ist der 28.04.2026 und in Pankow stehen die Kinos bereit, den neuesten Film von Vanessa Caswill zu präsentieren: „Für immer ein Teil von dir“ (Originaltitel: „Reminders of Him“). Die Adaption des Bestsellers von Colleen Hoover verspricht, die Herzen der Zuschauer zu berühren – oder sie zumindest auf die Probe zu stellen. Mit einem gemächlichen Erzähltempo und einer Detailverliebtheit, die sich in unwichtigen Aspekten verheddert, könnte der Film sowohl ansprechend als auch herausfordernd sein.
Die Geschichte dreht sich um Kenna Rowan, gespielt von Maika Monroe, die nach sechs Jahren Haft wegen eines tragischen Autounfalls, bei dem ihr Freund Scotty starb, in ihre Heimatstadt zurückkehrt. Diese Rückkehr ist jedoch alles andere als einfach, denn der Zugang zu ihrer Tochter wird ihr von ihren Schwiegereltern und Scottys bestem Freund Ledger, dargestellt von Tyriq Withers, verweigert. Die vermisste Verbindung zur Tochter und die Suche nach einer zweiten Chance bilden das Herzstück des Films, der sich an Themen wie Verantwortung und Mutterschaft orientiert.
Die Figuren und ihre Entwicklung
Die Figurenentwicklung scheint jedoch eine Schwäche des Films zu sein. Trotz der tiefen Themen, die er anpackt, bleibt die emotionale Tiefe auf der Strecke. Die Dialoge zwischen Kenna und Ledger sind oft von einem Mangel an spürbaren Emotionen geprägt, sodass die Chemie zwischen den Hauptdarstellern nur schwer zu greifen ist. Maika Monroe, bekannt aus „Longlegs“, wirkt in ihrer Rolle wenig überzeugend, während Tyriq Withers als Ledger nicht das notwendige Charisma aufbringt, um das Publikum zu fesseln.
Die Nebendarsteller, darunter Bradley Whitford als Scottys Vater und Lauren Graham als kämpferische Mutter, tragen zwar zur Handlung bei, scheinen jedoch oft nur als Exposition zu dienen, ohne dass sie tiefere Charakterzüge entwickeln. Man könnte sagen, der Film erinnert an die Werke von Rosamunde Pilcher, jedoch mit einer anderen Kulisse und weniger emotionalem Gewicht.
Stil und musikalische Untermalung
Die Kameraführung von Tim Ives, bekannt aus „Stranger Things“, bietet visuell ansprechende Bilder, doch auch hier bleibt die emotionale Resonanz aus. Die Eröffnungsszene, in der Kenna an die Unfallstelle zurückkehrt und ein Holzkreuz abbaut, versucht, die Tragik ihrer Geschichte einzufangen, während die Verwendung von Farben zwischen Erinnerungen und Gegenwart den Zuschauer visuell leiten soll. Leider wird die musikalische Untermalung von Tom Howe oft als manipulativ wahrgenommen und lenkt die Stimmung des Publikums in eine Richtung, die nicht immer der Handlung entspricht.
Fazit und Ausblick
„Für immer ein Teil von dir“ mag schöne Bilder und eine interessante Prämisse bieten, doch der Film kämpft damit, echte Emotionen und eine glaubwürdige Verbindung zwischen den Hauptdarstellern zu vermitteln. Diese Verfilmung ist die dritte Adaption eines Romans von Colleen Hoover, die sich mit Themen wie Reue, Mutterschaft und dem Streben nach einer zweiten Chance auseinandersetzt. In den kommenden Jahren dürfen sich die Fans von Hoover auf weitere Adaptionen freuen, darunter „Nur noch ein einziges Mal“ und „All das Ungesagte zwischen uns“, die beide auf ihre Weise versuchen werden, die Herzen der Zuschauer zu erreichen.
Insgesamt bleibt abzuwarten, wie der Film beim Publikum ankommt, und ob er den hohen Erwartungen gerecht werden kann, die an Werke von Colleen Hoover geknüpft sind.