Es ist wieder einmal so weit: Der RE1-Zug, der zwischen Berlin Ostbahnhof und Frankfurt (Oder) verkehrt, wird für mehrere Wochen gesperrt. Die Baustellen der Deutschen Bahn sind immer ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite ist es notwendig, die Infrastruktur zu modernisieren, auf der anderen Seite bedeutet es für uns Pendler, dass wir uns auf längere Fahrzeiten und Umwege einstellen müssen. Die Sperrung beginnt an diesem Freitag und soll bis zum Morgen des 15. August dauern. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) drängt darauf, dass die Fristen eingehalten werden und die Reisenden rechtzeitig über Fahrplanänderungen informiert werden. Das ist natürlich wichtig – schließlich gab es in der Vergangenheit schon genug Ärger mit Zugausfällen und Verspätungen. Tatsächlich fielen bis April dieses Jahres bereits 13 Prozent der Verbindungen wegen Baustellen aus.

Die aktuelle Sperrung ist Teil der Modernisierung der Strecke und betrifft sowohl den Bahnhof Köpenick als auch die Fangschleuse. Hier wird ordentlich Hand angelegt: Von Bahnsteigverlängerungen über Anpassungen für längere Züge bis hin zu einem Ersatzverkehr mit Bussen. Ja, das klingt nach einer echten Herausforderung. Einige Busse werden alle Stationen über die Landstraße bedienen, während andere Expressbusse kleinere Ortschaften auslassen und zum Teil über die Autobahn fahren. Pendler müssen sich also auf deutlich längere Fahrzeiten gefasst machen – das ist schon ein bisschen frustrierend, oder?

Ein Blick in die Zukunft

Doch die Veränderungen hören nicht hier auf. Ab dem 14. Dezember 2025 sind strukturelle Änderungen der Taktgruppen angekündigt. Im Jahr 2026 werden die Fahrzeuge der Brandenburger-Taktgruppe auf Züge mit 800 Sitzplätzen verlängert. Das bedeutet, dass wir ab Herbst 2026 sukzessive mit größeren Zügen rechnen können. Allerdings wird es bis zur endgültigen Verlängerung der Bahnsteige an den Stationen Götz und Groß Kreuz bis 2028 dauern. So kann die Brandenburger-Taktgruppe an diesen Stationen nicht mehr halten, was die Ersatzbedienung durch die Magdeburger Taktgruppe nötig macht.

Die Baumaßnahmen im Ostabschnitt umfassen zudem den Neubau der Stationen Fangschleuse und Berlin-Köpenick. In Berlin-Köpenick können stündlich nur zwei der drei geplanten Züge pro Richtung fahren. Wenn wir dann später noch die Änderungen an den Abfahrtszeiten zwischen Brandenburg an der Havel und Frankfurt (Oder) betrachten, wird klar: Die Bahn hat viel vor und die kommenden Jahre werden durch große Baustellen geprägt sein.

Ein ganzes Netzwerk im Wandel

Die Deutsche Bahn hat sich dem Ziel verschrieben, das Schienennetz in Deutschland umfassend zu modernisieren. Das klingt zwar nach einem noblen Vorhaben, wird aber auch zu Großbaustellen, Streckensperrungen und Fahrplanänderungen führen. Tatsächlich soll die Generalsanierung bis 2036 dauern, und mehr als 40 wichtige Teilstrecken werden für Monate gesperrt. Die massiven Beeinträchtigungen werden Millionen Fahrgäste treffen, und das wird wohl nicht nur uns Pendler betreffen. Wer also denkt, das wäre nur ein Berliner Problem, der irrt sich gewaltig.

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Im Knoten Berlin etwa, wird es von Juni bis Dezember 2026 Bauarbeiten geben, die dazu führen, dass Fernverkehrszüge nicht im oberirdischen Teil des Hauptbahnhofs halten. Umleitungen und Fahrzeitverlängerungen sind da schon vorprogrammiert – und das ist nur ein Beispiel von vielen. Abgesehen von den konkreten Baustellen gibt es auch eine ganze Reihe geplanter Großbaustellen bis 2036, die uns alle auf Trab halten werden. Also, packt die Geduld und den Humor ein! Wir werden sie brauchen, während wir durch diese Zeit des Wandels navigieren.

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