Am 14. Oktober 2025 hat der Schulstadtrat Jörn Pasternack in einer Pressemitteilung bekannt gegeben, dass die Entscheidung zur Einstellung der Ferienbeförderung für Kinder mit körperlicher und/oder geistiger Behinderung zurückgenommen wird. Dieser Beschluss wurde am 1. Juli 2025 während einer Sitzung des Bezirksamts Pankow gefasst und sichert die Finanzierung für die Sommerferien 2025.

Mit der Rücknahme der Einstellungsmitteilung von Anfang Juni wird die Unterstützung zur Beförderung nun nicht mehr über den Teilhabefachbereich des Jugendamtes beantragt. Das Bezirksamt Pankow sieht sich allerdings mit einer anhaltend angespannten Haushaltslage konfrontiert, weshalb hohe Einsparungen und eine enge Zusammenarbeit mit der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie erforderlich sind.

Schulplatzmangel und Bauprojekte

Die Rücknahme der Beförderungseinstellung geschieht vor dem Hintergrund eines zugrunde liegenden Problems: In Pankow herrscht ein akuter Mangel an Schulplätzen, und viele Schulgebäude sind in einem erbärmlichen Zustand. Dies stellte Pasternack, der seit Mai 2023 im Amt ist, als eine der größten Herausforderungen dar. In seinen ersten Monaten fokussierte sich der Stadtrat auf Orientierung, Organisation und Wissenstransfer, um die Schaffung von Schulplätzen voranzutreiben.

Ein wesentlicher Bestandteil dieser Bemühungen ist die Planung neuer Schulbauten an verschiedenen Standorten wie Elisabeth Aue, Pankower Tor und Greifswalder Straße. Im vergangenen Jahr konnten bereits etwa 1.000 Schülern Schulplätze angeboten werden, und zusätzliche modulare temporäre Schulbauten zur Erweiterung der Grundschulkapazitäten wurden gestartet. Auch die Inbetriebnahme von zwei Schuldrehscheiben zur Sanierung von Schulen im Sommer 2023 ist Teil der Strategie zur Bekämpfung des Sanierungsstaus.

Finanzielle Unterstützung und Zukunftsaussichten

Auf landesweiter Ebene hat der Berliner Senat die Schulbau-Mittel für das landeseigene Unternehmen Howoge auf 5,6 Milliarden Euro verdoppelt. Dies soll dazu beitragen, mehr als 16.000 neue Schulplätze zu schaffen und bestehende Schulgebäude zu sanieren. Mit dieser Initiative verfolgt die Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch das Ziel, trotz steigender Preise für Materialien und Arbeitskräfte, die vorgesehenen Schulbaumaßnahmen zügig umzusetzen.

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Die Notwendigkeit, zusätzlich Schulplätze zu schaffen und die Schulbedingungen zu verbessern, ist in Berlin unübersehbar. Aktuell fehlen rund 20.000 Schulplätze, was die Dringlichkeit der Neubauten und Sanierungen unterstreicht. Jörn Pasternack betont, dass seine höchste Priorität darin liegt, die Sanierung von Schulen und die Schaffung neuer Schulplätze voranzutreiben, um Schülern angemessene Lernbedingungen zu bieten und lange Schulwege zu vermeiden.