Wenn ihr am ersten Novemberwochenende auf der Suche nach frischen Eindrücken in Neukölln seid, dann solltet ihr die Offenen Ateliers Neukölln (OANK) definitiv auf eure Liste setzen. Am Samstag, 7. November 2026, von 14:00 bis 20:00 Uhr und am Sonntag, 8. November 2026, von 12:00 bis 18:00 Uhr öffnen zahlreiche Ateliers und Produktionsstätten in diesem kreativen Kiez ihre Türen für die Öffentlichkeit. Und das Beste daran? Der Eintritt ist frei! Ein echtes Schlaraffenland für Kunst- und Kulturbegeisterte.

Die OANK ist kein Zufallsprodukt, sondern geht auf eine Initiative der Vernetzungstreffen der Neuköllner Kunst- und Kulturszene zurück. Hier bekommt ihr die Gelegenheit, in die vielfältigen kreativen Welten der Künstlerinnen einzutauchen und hinter die Kulissen der Atelierarbeit zu blicken. Unterstützt wird dieses Programm von der Wirtschaftsförderung des Bezirksamts Neukölln und wird aus Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe für besondere touristische Projekte finanziert. Ein echter Gewinn für die lokale Kunstszene!

Podiumsdiskussion zur Raumnot

Zum Auftakt der OANK findet am Samstag, 7. November 2026, ein öffentlicher Paneltalk mit dem Titel „Raumnot und Zukunftsentwicklungen für Neukölln“ statt. In diesem Gespräch wird es um die drängende Situation von Arbeitsräumen für Künstlerinnen in Berlin gehen – ein Thema, das mehr denn je aktuell ist. Die Veranstaltung beginnt um 11:30 Uhr mit einer Begrüßung, gefolgt von einem Podium ab etwa 12:00 Uhr. Es wird zwei Stunden dauern, in denen ihr auch die Möglichkeit habt, eure Fragen aus dem Publikum zu stellen.

Die Diskussionsrunde wird von Martin Steffens von der Kulturstiftung Schloss Britz moderiert. Auf dem Podium sitzen einige spannende Persönlichkeiten, darunter Bettina Wächter vom Atelierhaus Hobrechtstraße 31, Frauke Boggasch, die bis vor Kurzem Sprecherin des bbk berlin war, und Julia Brodauf von der Kulturwerk des bbk berlin. Auch Caspar Pauli und Daniel Jakobson werden ihre Perspektiven einbringen. Ein Zusammenspiel von Erfahrungen und Meinungen, das sicherlich einige Denkanstöße liefert.

Kreative Orte in Neukölln

Natürlich wird bei der OANK auch ein Blick auf die Atelierhäuser geworfen, die Teil des Berliner Arbeitsraumprogramms sind. Zu den vertretenen Orten gehören unter anderem die Kienitzer Straße 98, das Atelierhaus Schön13 und die Karl-Marx-Straße 58. Diese Atelierhäuser stellen nicht nur kreative Räume zur Verfügung, sondern sind auch Teil eines größeren Netzwerks, das Künstlerinnen unterstützt und ihnen hilft, sich in einem zunehmend schwieriger werdenden Umfeld zu behaupten.

In den letzten zehn Jahren hat sich der Mangel an Räumen für die Kunstproduktion zu einer kulturpolitischen Herausforderung entwickelt. Verdrängungsprozesse und der steigende Raumbedarf haben dazu geführt, dass die Berliner Kulturverwaltung die Schaffung und langfristige Sicherung von Produktionsinfrastruktur als einen der Schwerpunkte ihrer Arbeit definiert hat. Das Arbeitsraumprogramm, das 1993 ins Leben gerufen wurde, spielt hierbei eine zentrale Rolle. Es bietet bezahlbare Räume für Künstlerinnen und hilft ihnen, kreative Oasen in einem sich ständig verändernden Stadtbild zu finden.

Es ist eine Freude zu sehen, wie sich in Neukölln kreative Gemeinschaften formieren und zusammenarbeiten. Die OANK ist nicht nur eine Gelegenheit, Kunst zu erleben, sondern auch eine Plattform für den Dialog über die Herausforderungen, mit denen die Künstler*innen konfrontiert sind. Lasst euch diesen inspirierenden Austausch nicht entgehen!

Für weitere Informationen und zur Anmeldung zur Podiumsdiskussion könnt ihr eine E-Mail an oank@werkstadt.berlin senden. Die Veranstaltung findet im Kreativraum neben der Galerie im Körnerpark, Schierker Str. 8, 12051 Berlin statt. Also, schnappt euch eure Kunst-Liebe, und auf geht’s nach Neukölln!