Am 1. Juli 2026 hat Vivantes einen bedeutenden Schritt in der ambulanten spezialfachärztlichen Versorgung (ASV) gemacht. Mit der Einführung von neun neuen ASV-Teams wird der Zugang zu spezialisierten Therapien für Patientinnen mit komplexen oder seltenen Erkrankungen enorm erleichtert. Besonders spannend dabei ist, dass ein Schwerpunkt dieser neuen Teams auf der Behandlung spezieller Krebserkrankungen liegt. Die Idee dahinter? Eine enge Zusammenarbeit zwischen Ärztinnen verschiedener Fachrichtungen, um Diagnosen, Behandlungen und Nachsorgen optimal abzustimmen.

Das Ziel ist klar: Den Behandlungsablauf für die Patientinnen zu vereinfachen, Doppeluntersuchungen zu vermeiden und eine umfassende Versorgung zu gewährleisten. Vivantes kann nun stolz auf insgesamt 33 ASV-Teams in Berlin verweisen, die sich für die Gesundheit der Menschen stark machen. Ein echter Fortschritt, der nicht nur den betroffenen Patientinnen zugutekommt, sondern auch den medizinischen Fachkräften, die in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten.

Fokussierung auf seltene Erkrankungen

Die neuen ASV-Teams werden vor allem in den Kliniken Am Urban, Friedrichshain, Neukölln, Spandau und im Auguste-Viktoria-Klinikum tätig sein. Dort werden spezialisierte Behandlungen für Tumoren des lymphatischen und blutbildenden Gewebes sowie schwere Erkrankungen der Blutbildung angeboten. Der Standort Neukölln hat außerdem neue Angebote für Knochen- und Weichteiltumoren sowie Hauttumoren im Gepäck – ein echter Lichtblick für Patientinnen, die oft lange auf eine passende Behandlung warten müssen.

Apropos besondere Erkrankungen: Am Spandauer Klinikum werden neue Teams eingerichtet, die sich auf neuromuskuläre Erkrankungen und Sarkoidose konzentrieren. Neuromuskuläre Erkrankungen können die Kommunikation zwischen Nerven und Muskeln erheblich stören, was zu Muskelschwäche und Koordinationsproblemen führen kann. Sarkoidose hingegen ist eine nicht ansteckende, entzündliche Erkrankung, die verschiedene Organe befallen kann. Hier ist das Fachwissen der neuen ASV-Teams gefragt – und das ist wichtig, denn die Behandlung dieser Erkrankungen erfordert oft einen ganz anderen Ansatz.

Ein Blick zurück: Die evolutionäre Reise der ASV

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung wurde bereits im April 2014 eingeführt, um Patientinnen mit komplexen, schwer therapierbaren und/oder seltenen Erkrankungen eine bessere Versorgung zu bieten. Der Gesetzgeber hat dabei spezielle Bereiche für die ASV festgelegt, darunter Erkrankungen mit besonderen Krankheitsverläufen, schwere Verlaufsformen von Krankheiten wie Multiple Sklerose sowie seltene Erkrankungen mit geringen Fallzahlen, wie Tuberkulose oder Mukoviszidose. Die interdisziplinären Teams, bestehend aus Vertragsärztinnen und Krankenhausärztinnen, arbeiten Hand in Hand, um die bestmögliche Behandlung zu gewährleisten.

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Ein wichtiger Akteur in diesem Bereich ist der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA), der die Verantwortung für die Festlegung, regelmäßige Überprüfung und Aktualisierung des Versorgungskonzepts trägt. Ursprünglich war die ASV als Nachfolger der Richtlinie über die Ambulante Behandlung im Krankenhaus (ABK-RL) gedacht, die 2004 ins Leben gerufen wurde. Diese Richtlinie hatte das Ziel, Kliniken für die ambulante Versorgung von Menschen mit komplexen Krankheitsbildern zu öffnen. Schritt für Schritt wird die ABK-RL durch die Bestimmungen der ASV-RL abgelöst, was einen großen Fortschritt für die Patientenversorgung darstellt.

Die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen, wie wichtig es ist, innovative Ansätze in der Gesundheitsversorgung zu verfolgen. Die neuen ASV-Teams von Vivantes sind ein lebendiges Beispiel dafür, wie durch interdisziplinäre Zusammenarbeit und Spezialisierung eine echte Verbesserung in der Behandlung von komplexen und seltenen Erkrankungen erreicht werden kann. Ein weiterer Schritt in die richtige Richtung für die Gesundheitsversorgung in Berlin.

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