Heute, am 28. Mai 2026, ist in Berlin eine besorgniserregende Situation eingetreten. Die Polizei Berlin bittet um dringende Mithilfe bei der Suche nach der zwölfjährigen Maya-Louisa Gottwald. Das Mädchen wird seit heute Mittag vermisst, nachdem sie gegen 12 Uhr einen Termin in der psychiatrischen Ambulanz PIA an der Potsdamer Chaussee 70 in Berlin-Nikolassee verlassen hat. Ihr Aufenthaltsort ist aktuell unbekannt – und das macht die Sache umso ernster.

Es wird befürchtet, dass Maya-Louisa sich in einer psychischen Ausnahmesituation befindet. Eigen- und Fremdgefährdung können nicht ausgeschlossen werden, was die Dringlichkeit der Situation unterstreicht. Die Beschreibung des vermissten Kindes ist wie folgt: Sie ist etwa 1,63 Meter groß, hat eine schlanke Statur und schulterlange, mittelblonde Haare, die sie zu zwei Zöpfen gebunden trägt. Zum Zeitpunkt ihres Verschwindens trug sie ein schwarzes Sweatshirt (Longsleeve), ein schwarzes T-Shirt mit drei aufgedruckten Bären, graue Jeans und weiße Sportschuhe. Außerdem hat sie diverse bunte Bänder am rechten Handgelenk. Ein ganz normales Mädchen – und jetzt verschwunden.

Hilfe von der Bevölkerung benötigt

Die Polizei fragt alle Bürgerinnen und Bürger: Wer hat Maya-Louisa seit heute Mittag gesehen? Wer kann Hinweise zu ihrem möglichen Aufenthaltsort geben? Jedes noch so kleine Detail könnte entscheidend sein. Hinweise können an die Kriminalpolizei der Direktion 4 (Süd) in der Eiswaldtstraße 18 in Lankwitz gegeben werden. Außerhalb der Bürodienstzeiten ist die Polizei unter (030) 4664–471100 erreichbar, während der Bürodienstzeiten unter (030) 4664-912400. Auch per E-Mail können Hinweise gesendet werden, entweder an Dir-4-k-1-dd@polizei.berlin.de oder LKA124Hinweise@polizei.berlin.de. Zeugen können sich auch an jede andere Polizeidienststelle oder die Internetwache wenden. Im Falle eines sofortigen Handlungsbedarfs ist der Polizeiliche Notruf unter 110 die richtige Anlaufstelle. Die Bilder von Maya-Louisa sind in der Pressemeldung der Polizei Berlin verfügbar und könnten Ihnen helfen, sie wiederzufinden.

Die Hintergründe und die Suche nach Vermissten

Es ist in solchen Fällen oft unbegreiflich, wie schnell ein Kind verschwinden kann. Das Bundeskriminalamt (BKA) hat sich auf die Bearbeitung von Vermisstenfällen spezialisiert und betrachtet die Suche nach Minderjährigen besonders ernst. In Deutschland gilt: Wenn ein Kind vermisst wird, wird grundsätzlich von einer Gefahr ausgegangen. Das ist nicht nur eine Vorschrift, sondern ein notwendiger Schutz für die Schwächsten in unserer Gesellschaft. Die örtliche Polizeidienststelle ist für die unmittelbare Suche zuständig, und im Falle einer akuten Gefahr können groß angelegte Suchmaßnahmen eingeleitet werden. Es sind oft Bereitschaftspolizei und Rettungsdienste beteiligt.

Die Zahlen sprechen für sich: Am 1. Januar 2026 waren rund 9.100 Vermisstenfälle im Informationssystem der Polizei (INPOL) registriert, und täglich werden etwa 200 bis 300 neue Fahndungen erfasst. Die meisten Fälle klären sich relativ schnell – über 80 % innerhalb eines Monats. Aber dennoch gibt es immer auch die, wo es länger dauert. Es ist ein ungewisser und oft emotional aufgeladener Prozess für alle Betroffenen.

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Maya-Louisa ist kein Einzelfall. Im Jahr 2025 waren rund 19.200 Kinder vermisst, und 96,1 % dieser Fälle klärten sich bis Jahresende. Doch die Sorgen um die, die nicht so schnell gefunden werden, bleiben. Diese Situation macht deutlich, wie wichtig es ist, dass wir gemeinsam aufpassen und einander unterstützen. Wenn jeder ein bisschen hilft, kann vielleicht ein Wunder geschehen.