Heute ist der 20. Mai 2026, und während der Frühling in Neukölln seine Blütenpracht entfaltet, gab es in Berlin einen Grund zur Freude: Der renommierte Civis-Medienpreis, Europas wichtigster Award für Integration und kulturelle Vielfalt, wurde verliehen. Besonders im Fokus stand der Dokumentarfilm „Ein Nobody gegen Putin“, der nicht nur den Hauptpreis von 15.000 Euro errang, sondern auch den Civis Video Award Information. Dies zeigt eindrucksvoll, wie Kunst und Medien das Potenzial besitzen, gesellschaftliche Themen aufzugreifen und zur Diskussion anzuregen.
„Ein Nobody gegen Putin“ erzählt die Geschichte eines Lehrers in einem zunehmend autoritären Russland, der an einem militarisierten Schulsystem verzweifelt. Die Jury lobte die kraftvolle Darstellung des Alltags im autoritären Russland, die der Film aus der Perspektive des Protagonisten vermittelt. Das Werk ist eine Koproduktion von Dänemarks DR, der BBC, ZDF und Arte und wurde von den Regisseuren David Borenstein und Pavel Talankin ins Leben gerufen. Der Film hat bereits im März 2023 den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewonnen – und nun setzt er mit diesen Auszeichnungen noch einen drauf.
Preisträger und ihre Geschichten
Doch der Civis-Medienpreis umfasste noch viele weitere herausragende Beiträge. So wurde der Publikumspreis „Civis Cinema Award“ an Marcus H. Rosenmüller und Robert Marciniak für ihren Film „Extrawurst“ vergeben. Diese Geschichte dreht sich um einen Tennisverein und einen Grill-Clash, der sich um das einzige muslimische Mitglied entfaltet. Ein spannendes Thema, das die Herausforderungen und Chancen der kulturellen Vielfalt auf humorvolle Weise thematisiert.
Insgesamt nahmen über 800 Beiträge aus 26 EU-Staaten und der Schweiz am Wettbewerb um den Civis-Medienpreis teil. Die Preisverleihung fand im Rahmen der re:publica 26 in Berlin statt, moderiert von der charmanten Mona Ameziane. Neben den großen Preisen wurden auch kleinere Auszeichnungen verliehen: Büsra Sayed erhielt den CIVIS Social Media Award für ihr Instagram-Reel, das die Spaltung der deutschen Gesellschaft durch Medien und Politiker thematisiert. Inga Lizengevic und Sylke Blume wurden für ihre Audio-Beiträge geehrt. Ein wahres Fest der Medienvielfalt!
Medienpartnerschaften und Ausstrahlung
Der Civis-Medienpreis wird von der ARD, vertreten durch den WDR, ausgeschrieben und hat starke Medienpartner an seiner Seite: ORF, SRG SSR, Arte, 3sat, Deutsche Welle und Deutschlandradio, sowie die Europäische Rundfunkunion (EBU). Die Preisverleihung kann ab dem 20. Mai in der ARD-Mediathek nachgeschaut werden. Für die Nachteulen unter uns wird die Aufzeichnung in der Nacht zum Donnerstag um 00.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt.
Die Veranstaltung steht unter der Schirmherrschaft des Europäischen Parlaments und fördert das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft – ein Anliegen, das heute mehr denn je von Bedeutung ist. Die Civis-Medienstiftung arbeitet kontinuierlich daran, die Stimme der Vielfalt zu stärken und das Bewusstsein für Integration zu schärfen.
Es ist bemerkenswert, wie die Medienlandschaft in Europa auf solch herausragende Werke reagiert. Die Verleihung des Civis-Medienpreises ist nicht nur eine Feier der Kreativität, sondern auch ein Aufruf zur Auseinandersetzung mit den Themen, die unsere Gesellschaft prägen. Ein Abend voller Emotionen, Geschichten und Inspiration – und ich kann es kaum erwarten, die nächsten Geschichten zu hören, die uns zum Nachdenken anregen!