Aram Arami, bekannt aus der beliebten Filmreihe „Fack ju Göhte“, ist nicht nur ein talentierter Schauspieler, sondern auch ein leidenschaftlicher Kämpfer gegen die gängigen Klischees des „typischen Ausländers“ in der Filmbranche. Sein Weg war so unkonventionell wie inspirierend. Aufgewachsen im Asylheim in Neukölln, floh er mit seiner Familie vor der Verfolgung seines Vaters, einem Staatsanwalt im Irak. Trotz dieser schwierigen Umstände erinnert sich Arami an eine glückliche Kindheit, geprägt von einem starken Gemeinschaftsgefühl unter den Kindern im Asylheim.

In seiner neuesten Rolle in der „Saarland-Krimi“-Reihe spielt Arami einen Ex-Kommissar mit einem ausgeprägten Helfersyndrom. Dies spiegelt nicht nur seine schauspielerischen Fähigkeiten wider, sondern auch seine persönliche Entwicklung. Er hat ein neues Selbstbewusstsein entwickelt und sieht Diskriminierung nicht mehr als persönliches Versagen, sondern als eine Herausforderung, der er sich stellt. Dies ist besonders relevant, da die Filmbranche zunehmend diverser wird und er nun vielfältigere Rollen erhält, was zuvor oft nicht der Fall war.

Kampf gegen Klischees

Arami thematisiert die Auswirkungen militärischer Konflikte im Nahen Osten auf unschuldige Menschen, insbesondere auf Familien und Kinder. In seinen Äußerungen betont er die Notwendigkeit, über den Tellerrand hinauszuschauen und die gesellschaftliche Tendenz zu kritisieren, in Klischees zu denken. Er ist der festen Überzeugung, dass jeder Mensch eine zweite Chance verdient und dass es wichtig ist, an sich selbst zu arbeiten.

Die Veränderungen in der Wahrnehmung von Diversität in der Filmbranche sind nicht zu übersehen. Arami hat in seiner Karriere erlebt, dass er weniger in Klischees gesteckt wird. Dennoch bleibt die Realität herausfordernd: Eine Studie der MaLisa Stiftung und der Universität Rostock zeigt, dass Menschen mit Migrationshintergrund im Jahr 2020 nur 11% der Protagonist*innen im Fernsehen ausmachten, während ihre gesellschaftliche Präsenz bei 26% liegt. Dies verdeutlicht, wie wichtig es ist, dass Stimmen wie die von Arami gehört werden.

Ein Lichtblick für die Filmindustrie

Die Herausforderungen, mit denen Arami und andere Filmschaffende konfrontiert sind, sind nicht zu unterschätzen. Eine Umfrage unter 5.500 Filmschaffenden ergab, dass über 75% der Befragten der Meinung sind, bestimmte Gruppen würden klischeehaft dargestellt. Insbesondere Menschen aus arabischen und asiatischen Ländern sowie People of Colour sind oft von Diskriminierung betroffen. Arami selbst hat bisher positive Rückmeldungen in der Online-Welt erhalten und lässt sich von negativen Kommentaren nicht entmutigen. Er rät seinem jüngeren Ich, an das eigene Potenzial zu glauben und sich nicht von Ablehnung abschrecken zu lassen.

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Die deutsche Filmindustrie hat Potenzial, insbesondere in Genres wie Animation, Horror und Science-Fiction. Es bleibt zu hoffen, dass die positive Entwicklung in der Diversität weiter voranschreitet. Der Weg ist noch lang, aber mit engagierten Künstlern wie Aram Arami an der Spitze wird es vielleicht eines Tages selbstverständlich sein, dass die Vielfalt der Gesellschaft auch in der Filmindustrie widergespiegelt wird.