Am 9. Juli 2026 wird es im PETRI Berlin richtig spannend! Archäobotanikerin Michèle Dinies nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Pflanzenwelt von Berlin – und das direkt am Mikroskop. Zwischen 14:00 und 16:00 Uhr können Interessierte Pflanzenreste von Ausgrabungen am Molkenmarkt unter die Lupe nehmen. Wer hätte gedacht, dass die Pflanzen, die hier wuchsen, vor 300, 500 oder sogar 800 Jahren schon in der Erde steckten? Ein echtes Zeitreise-Abenteuer!
Die Veranstaltung wird als Ausstellungsgespräch gestaltet, bei dem die Teilnehmer nicht nur zuhören, sondern auch aktiv mitmachen dürfen. In den letzten drei Jahren wurden am Molkenmarkt Sedimente von Latrinen und Abfallgruben ausgegraben und intensiv untersucht. Das klingt vielleicht nicht gerade appetitlich, aber was dabei herausgekommen ist, ist einfach beeindruckend! Expertinnen der Archäobotanik stehen bereit, um zu demonstrieren, wie Pflanzenreste aus den Sedimentproben gewonnen werden. Und das Beste? Jeder kann durch das Mikroskop schauen und lernen, wie man die Pflanzen bestimmt und zählt. Ein echter Hands-on-Workshop!
Ein Blick in die Vergangenheit
Der erste Termin am 26. Mai wird sich auf Samen und Früchte konzentrieren, während der zweite Termin am 9. Juli die Pollen und Eier des Peitschenwurms behandelt. Das klingt fast wie eine kleine Entdeckungsreise in die Welt der Mikroskopie! Der Werkstatttisch befindet sich übrigens direkt vor der Restaurierungswerkstatt im 2. Geschoss des PETRI Berlin. Wer denkt, dass man sich dafür anmelden muss, irrt sich – die Teilnahme ist ohne Anmeldung und jederzeit möglich. Einfach vorbeikommen und mitmachen!
Aber das ist noch nicht alles, was der Molkenmarkt zu bieten hat. Ab dem 17. April 2026 sind die archäologischen Tätigkeiten dort für alle Interessierten zugänglich. Im Oktober 2025 wurde ein nahezu vollständiges Steinzeuggefäß aus einer neuzeitlichen Latrine geborgen – das zeigt, wie viel Geschichte hier verborgen liegt. Und im Sommer 2025 gab es einen kleinen Münzschatz aus einer mittelalterlichen Grube! Es ist, als würde man in einem Geschichtsbuch blättern und auf lebendige Geschichten stoßen.
Rätselhafte Funde und spannende Entdeckungen
Besonders spannend ist die Entdeckung einer Großlatrine nahe des Großen Jüdenhofs im Jahr 2022, in der 30 kleinformatige Knochenwürfel aus dem 14./15. Jahrhundert gefunden wurden. Und dann wäre da noch das kurze Schwert, das zunächst für einen Paradesäbel gehalten wurde – es stammt aus der Verfüllung eines ehemaligen Kellers des 20. Jahrhunderts und wurde als Wakizashi, ein japanisches Kurzschwert aus dem 17. Jahrhundert, identifiziert. Man fragt sich, was für Geschichten diese Relikte erzählen könnten!
Die archäologischen Ausgrabungen am Molkenmarkt dokumentieren nicht nur 800 Jahre Berliner Stadtgeschichte, sondern haben auch außergewöhnliche und seltene Objekte aus dem Mittelalter zu Tage gefördert. Acht bisher ergrabene Befunde wurden sogar als erhaltenswert eingestuft! Das ist ein klarer Hinweis darauf, wie reich die Geschichte dieser Stadt ist. Und wer weiß, was noch alles ans Licht kommen wird!
Für alle Neugierigen und Geschichtsinteressierten gibt es noch mehr Informationen zu den archäologischen Arbeiten und Funden. Wer möchte, kann tiefer in die Materie eintauchen und sich auf der Webseite des Deutschen Archäologischen Instituts weiter informieren: Hier entlang!