Heute ist der 25.05.2026. In Berlin, wo sich vor wenigen Tagen der 60. Diabetes-Kongress zu Wort meldete, gibt es spannende Neuigkeiten rund um das Thema Diabetes und Lebensstil. Ja, es ist wahr: Unser Lebensstil schlägt unsere Gene, wenn es um das Risiko für Typ-2-Diabetes geht. Eine aktuelle Studie zeigt, dass ein ungesunder Lebensstil das Risiko für diese Erkrankung um das Siebenfache erhöht. Im Vergleich dazu steigert eine hohe genetische Veranlagung das Risiko nur um das 2,6-Fache. Das bedeutet, dass über 55 Prozent der Neuerkrankungen durch einfache Verhaltensänderungen, insbesondere durch Gewichtsmanagement, vermeidbar wären. Da könnte man sich schon fragen, wie viele von uns das wirklich im Griff haben!

Ein paar Zahlen machen uns klar, wie dringend Handlungsbedarf besteht: 25 Prozent der Typ-2-Diabetiker erhalten keine formale Ernährungs- und Bewegungsschulung. Das ist schon ein bisschen schockierend, oder? Experten fordern deshalb den Ausbau gemeindenaher Programme, um chronischen Stoffwechselerkrankungen entgegenzuwirken. Und das ist nicht alles. Am 22. Mai 2026 empfahl die EU die Zulassung von Novo Nordisks Wegovy in einer 7,2-mg-Dosierung. Diese GLP-1-Medikamente können die relative Sterblichkeit bei Typ-2-Diabetes und Herzinsuffizienz um beeindruckende 38 Prozent senken. Aber auch hier gibt es einen Haken: Nach dem Absetzen von „Abnehmspritzen“ nehmen Patienten im Durchschnitt etwa 400 Gramm pro Monat wieder zu. Das hängt oft mit dem Muskelabbau während einer schnellen Gewichtsreduktion zusammen, der den Grundumsatz senkt.

Die Rolle der Ernährung und Bewegung

Dr. Satoru Yamada empfiehlt, dreimal täglich zu essen, um den Blutzuckerspiegel stabil zu halten. Hierbei sollte die Kohlenhydratzufuhr pro Mahlzeit zwischen 20 und 40 Gramm liegen. Und Dr. Nguyen Thu Yen hat noch einen tollen Tipp: Die richtige Reihenfolge beim Essen kann Wunder wirken! Zuerst Gemüse, dann Proteine und zum Schluss die Kohlenhydrate. Und wenn wir schon beim Thema sind – die Tufts University hat herausgefunden, dass zwei bis drei Tassen schwarzer Kaffee täglich das Risiko vorzeitiger Todesfälle um 15 bis 17 Prozent senken können. Aber Achtung! Bei bestimmten Genvarianten kann übermäßiger Kaffeekonsum Bluthochdruck und Nierenprobleme begünstigen.

Regelmäßige Bewegung hat ebenfalls positive Effekte auf unsere Gesundheit. Sie verbessert den Stoffwechsel, sorgt dafür, dass unsere Zellen besser auf Insulin reagieren und senkt unseren Blutzuckerspiegel. Wenn das nicht Grund genug ist, sich öfter mal zu bewegen, was dann? Die WHO empfiehlt mindestens 150 Minuten moderate körperliche Aktivität pro Woche. Das kann Wandern, Schwimmen oder Radfahren sein. Und keine Ausreden! Kleine Veränderungen im Alltag, wie das Treppensteigen oder Fahrradfahren anstelle des Autos, zählen auch. Es sind die kleinen Dinge, die einen großen Unterschied machen können.

Die Herausforderungen im Gesundheitssystem

Doch während wir über all diese positiven Aspekte sprechen, dürfen wir nicht vergessen, dass das Gesundheitssystem vor Herausforderungen steht. Die steigenden Zahlen an Stoffwechselerkrankungen machen vielen zu schaffen. Die neue Apothekenreform soll helfen, indem sie jährliche Blutdruckmessungen und Medikationsanalysen einführt. Aber die Realität sieht oft anders aus: Ein großer Teil der Bevölkerung ist sich der Risiken nicht bewusst, und es fehlt an Aufklärung.

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Übergewicht ist ein weiterer Risikofaktor, der die Entwicklung von Typ-2-Diabetes fördert. Je mehr Gewicht wir mit uns herumtragen, desto höher das Risiko. Das sollte uns schon zu denken geben! Eine Gewichtszunahme von mehr als 5 kg im Erwachsenenalter ist unbedingt zu vermeiden. Wer übergewichtig ist, sollte ernsthaft versuchen, das Gewicht zu senken. Dazu gehören Ernährung, Bewegung und in einigen Fällen neue Medikamente oder chirurgische Verfahren. Es ist wichtig, dass wir auf unseren Bauchumfang achten, denn ein großer Bauch kann zu einer Fettleber führen und die Entstehung von Typ-2-Diabetes begünstigen.

Abschließend bleibt zu sagen: Die Herausforderungen sind groß, aber mit dem richtigen Wissen und einer gesunden Lebensweise können wir viel erreichen. Es liegt an uns, diese Informationen zu nutzen und aktiv zu werden. Auf geht’s, Berlin!