Das Ende von Microsoft Publisher: Berlin sucht nach neuen kreativen Lösungen für alte .pub-Dateien
Heute ist der 20.10.2026 und die Berliner Grafik- und Designwelt steht still – denn Microsoft hat nach 35 Jahren den Support für Microsoft Publisher endgültig eingestellt. Wer hätte gedacht, dass das Ende einer Ära so plötzlich über uns hereinbricht? Publisher, seit 1991 ein fester Bestandteil des Office-Portfolios, wird am 1. Oktober 2026 aus den Microsoft-365-Abonnements entfernt. Die treuen Nutzer von .pub-Dateien stehen nun vor einer großen Frage: Was tun mit den unzähligen alten Dokumenten?
Microsoft empfiehlt, die alten Publisher-Dateien als PDF zu archivieren oder sie in das DOCX-Format zu konvertieren. Das klingt zunächst einfach, doch hier gibt es einen Haken. Die Document Foundation, die Herausgeberin der kostenlosen Bürosoftware LibreOffice, warnt davor, dass bei der DOCX-Konvertierung die Formatierung komplexerer Dokumente beschädigt werden kann. Deshalb ist es ratsam, sich gut zu überlegen, wie man mit seinen Schätzen umgeht.
Alternativen zu Microsoft Publisher
Die gute Nachricht ist, dass es Alternativen gibt. LibreOffice Draw kann PUB-Dateien jetzt öffnen, ohne dass Microsoft Publisher installiert sein muss. Das ist ein echter Lichtblick für viele! Man kann die Dateien sogar im offenen OpenDocument-Format (ODF) speichern und bearbeiten. Ideal für kleine mehrseitige Dokumente oder einseitige Flyer – aber, und das muss man klar sagen, für aufwendigere Layouts stößt man schnell an Grenzen. Hier kommt Scribus ins Spiel.
Scribus ist eine kostenlose Open-Source-Software, die sich für komplexere Layouts empfiehlt. Sie ist für Windows, macOS und Linux erhältlich, hat aber ihre eigenen Herausforderungen, denn sie verwendet kein standardisiertes Dateiformat. Das bedeutet, dass beim Wechsel zu Scribus möglicherweise Nacharbeit nötig ist, insbesondere wenn man mit komplexen Grafiken arbeitet. Aber hey, es gibt auch hier Licht am Ende des Tunnels!
Für alle, die einfach nur alte .pub-Dateien archivieren wollen, gibt es Dienste wie PublisherRescue, die ganze Archive hochladen und in PDFs umwandeln. So bleibt das Aussehen der Dokumente erhalten – das ist schon mal ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Was ist mit den neuen Dokumenten?
Wenn es darum geht, neue Dokumente zu erstellen, hat man ebenfalls einige Optionen. Wer keine technischen Vorkenntnisse hat und einen Flyer oder einen Newsletter gestalten möchte, könnte Canva ausprobieren. Das ist eine browserbasierte Lösung, die viele Vorlagen bietet. Oder man greift einfach zu PowerPoint, das Microsoft selbst als Ersatz für Publisher empfiehlt. Es hat zwar seine Stärken in Präsentationen, kann aber auch für Flyer und Broschüren nützlich sein.
Aber zurück zu den alten Schätzen: Viele Organisationen mit großen Beständen an Publisher-Dateien sollten diese genau unter die Lupe nehmen. Es ist wichtig, die Dateien zu sichten und sicherzustellen, dass die Konvertierungen gut aussehen. Die Loughborough University plant zum Beispiel, Publisher bis Ende 2026 von ihren Geräten zu entfernen. Das zeigt, dass auch Institutionen sich dem Wandel anpassen müssen.
Die richtige Software für jeden Bedarf
Wer nun überlegt, welche Software die beste Wahl für ihn ist, sollte sich folgende Punkte klarmachen: Geht es darum, alte .pub-Dateien zu öffnen, neue Dokumente zu erstellen oder beides? Für einfachere, textlastige Dokumente ist Microsoft Word durchaus geeignet. Für professionelles Layout und anspruchsvolle Design-Projekte ist Affinity Publisher eine häufige Wahl im deutschsprachigen Raum. Mit einer einmaligen Zahlung und stetiger Weiterentwicklung nach der Übernahme durch Canva wird es immer beliebter.
Am Ende bleibt uns nur zu sagen: Die Zeiten ändern sich, und mit ihnen auch die Werkzeuge, die wir nutzen. Es ist eine Herausforderung, aber auch eine Chance, sich neu zu orientieren und die besten Lösungen für das eigene Projekt zu finden. So bleibt die kreative Arbeit in Berlin lebendig und bunt – egal, mit welchem Programm wir letztendlich arbeiten.
