Biotech im Aufbruch: Berlins Zukunft über den Dächern der Innovation
Inmitten der pulsierenden Metropole Berlin wird die Zukunft der Biotechnologie gestaltet. Am Funkturmrestaurant fand eine inspirierende Veranstaltung mit dem Titel „Über den Dächern Berlins“ statt, die hochkarätige Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Medien zusammenbrachte. Organisiert von der Messe Berlin, Wall GmbH und der Berliner Morgenpost, zielt diese Reihe, die seit 2019 besteht, darauf ab, Entscheidungsträger miteinander zu vernetzen. Das Thema der letzten Runde? „Biotech City Berlin – Zukunftsbranche mit globalem Potenzial?“
Im Mittelpunkt stand Astrid Lurati von der Charité Berlin, die über das vielversprechende „Berlin Center for Gene and Cell Therapies“ (BCGCT) sprach, ein gemeinsames Projekt mit Bayer, das am Nordhafen entsteht. Das Ziel dieses Zentrums? Die Verknüpfung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie die Unterstützung von Start-ups, die innovative Therapien entwickeln wollen. Ein großes Anliegen, denn wie Tobias Helmstorf von Bayer betonte, mangelt es trotz exzellenter Grundlagenforschung an der Entwicklung von Therapien. Viele vielversprechende Start-ups haben mit organisatorischen Problemen zu kämpfen und wandern ins Ausland ab. Das BCGCT soll hier als Nukleus für ein neues Netzwerk in Berlin dienen und die dringend benötigten Impulse aus der Privatwirtschaft generieren.
Biotech-Ökosystem im Herzen Berlins
Die Grundsteinlegung für das BCGCT fand am 16. September 2025 statt. Partner sind die Bayer AG, die Charité – Universitätsmedizin Berlin und das Berlin Institute of Health at Charité (BIH). Die Vision ist klar: Ein Biotech-Ökosystem zu schaffen, das Start-ups dabei unterstützt, ihre therapeutischen Ansätze in die klinische Entwicklung zu bringen. Mit einer Fläche von etwa 20.000 m², einem modernen Gebäude und einer GMP-zertifizierten Produktionsstätte wird das Zentrum Platz für 15 bis 20 Start-ups bieten. Außerdem wird der Bayer Co.Lab, ein Inkubator für biopharmazeutische Start-ups, Teil dieser aufregenden Initiative sein.
Die Finanzierung erfolgt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie das Land Berlin. Lurati und Helmstorf erwähnten auch die Diskussion über die Finanzierung: Berlin stellt 30 Millionen Euro zur Verfügung, während der Bund 76 Millionen Euro beigesteuert hat – das deckt ungefähr die Hälfte der Kosten. Die Eröffnung des Zentrums ist für 2028 geplant, und die GMP-Anlage wird von der ProBioGen AG betrieben. Hier zeigt sich das Potential von Gene und Zelltherapien, die als Schlüsselinstrumente im Gesundheitswesen gelten, insbesondere zur Behandlung von Krebs und seltenen genetischen Erkrankungen.
Politische Unterstützung und strategische Initiativen
Die Bedeutung der Biotechnologie wird auch auf politischer Ebene erkannt. Mit der Gründungsoffensive Biotechnologie „GO-Bio next“, die nach dem erfolgreichen Vorgängerprogramm „GO-Bio“ ins Leben gerufen wurde, wird ein weiterer Schritt in die richtige Richtung gemacht. Bundesministerin Dorothee Bär hebt hervor, dass Biotechnologie eine Schlüsseltechnologie ist, die es zu fördern gilt. Die neuen Elemente im Coaching- und Beratungsbereich sollen den Technologietransfer vom Labor in die Wirtschaft beschleunigen, was nicht nur für Berlin, sondern für ganz Deutschland von zentraler Bedeutung ist.
Ab Dezember 2025 starten die ersten ausgewählten Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 22,5 Millionen Euro Förderung – von der Entwicklung monoklonaler Antikörper bis hin zu innovativen Zelltherapien. Die Gründungsquote des Vorgängerprogramms lag bei über 77 Prozent, und es ist klar, dass die Biotech-Szene in Deutschland auf dem aufsteigenden Ast ist. Wenn wir also über die Zukunft der Biotechnologie in Berlin sprechen, dann tut sich hier wirklich Spannendes. Die nächsten Schritte erscheinen vielversprechend, und der Campus wird nicht nur Gen- und Zelltherapien abdecken, sondern auch Biomedizin insgesamt. Ein echtes Lichtblick für die Branche!
