Berlin Security Conference 2026: Europa im Angesicht hybrider Bedrohungen
Heute, am 3. November 2026, geht es in Berlin rund! In der Mitte der Hauptstadt findet die „Berlin Security Conference“ statt, ein hochkarätiges Event, das in diesem Jahr die drängendsten Themen der europäischen Sicherheit auf die Agenda setzt. Als Partnerland ist Litauen mit an Bord, und Präsident Gitanas Nauseda wird hier erwartet. Ein wahres Gipfeltreffen, bei dem sich Politiker, Militärs und Sicherheitsbehörden aus ganz Europa versammeln, um über die Herausforderungen zu diskutieren, die den Kontinent aktuell beschäftigen.
Die Konferenz, die seit 2001 als regierungsunabhängiges Forum besteht, hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Der Krieg in der Ukraine steht im Mittelpunkt. Und ja, Bundeskanzler Merz hat angekündigt, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Rede halten wird. Das wird sicherlich ein emotionaler Moment, denn die Situation in der Ukraine ist angespannt, und die Bedrohungen durch russische hybride Attacken sind allgegenwärtig. Es ist ein Thema, das nicht nur die politischen Eliten, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger betrifft.
Ein Gespräch mit Weitblick
Merz wird Nauseda nicht nur auf der Konferenz empfangen, sondern auch zu einem bilateralen Gespräch. Dabei stehen nicht nur sicherheitspolitische Fragen auf der Agenda, sondern auch Litauens bevorstehende EU-Ratspräsidentschaft, die im Januar beginnt. Das ist ein strategischer Moment für Litauen, und man kann nur hoffen, dass die Gespräche fruchtbar verlaufen und neue Impulse setzen.
Aber nicht nur in Berlin wird über Sicherheit diskutiert. Europa sieht sich zunehmend hybriden Bedrohungen gegenüber – ein großes Thema, das auch auf der Konferenz angesprochen wird. Mitte August wurde ein US-geführter NATO-Verband in der Nähe der russischen Exklave Kaliningrad aktiv. Es ging um ein unangekündigtes Luftmanöver mit Kampfjets und einem US-Spezialflugzeug zur elektronischen Kampfführung. Offiziell als Routineübung deklariert, ist es ein Zeichen dafür, dass die Lage ernst ist.
Mutmaßliche Angriffe und Reaktionen
Die Vorfälle häufen sich. Ein versuchter Drohnenanschlag am Flughafen Leipzig/Halle hat die Alarmglocken läuten lassen. Ursula von der Leyen, die EU-Kommissionspräsidentin, bezeichnete den Vorfall als „neue Eskalation auf europäischem Boden“. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs – in mehreren europäischen Ländern gab es mutmaßliche Sabotageakte gegen Unterstützer der Ukraine. Beispielsweise brannte es in einem Werk des polnischen Drohnenherstellers WB Electronics. Ministerpräsident Tusk spricht von gezielter Sabotage, und die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Terrorismus. Die Lage ist angespannt, und die Menschen machen sich Sorgen.
Die Reaktionen aus Europa sind vielfältig. Auf der einen Seite wird militärische Abwehr organisiert, auf der anderen Seite Druck auf Russland aufgebaut. Ein Drohnenwall soll bis Ende 2026 ein umfassendes Überwachungsnetz aus Sensoren und Abwehrmitteln schaffen. Das ist ein ambitioniertes Projekt, und man darf gespannt sein, ob es fruchtet. Gleichzeitig plant die EU-Außenministerrunde ein neues Sanktionspaket – 1.600 Personen und Organisationen könnten betroffen sein. Das Ziel ist klar: den militärisch-industriellen Komplex Russlands treffen.
Schaut man sich die Entwicklungen an, wird klar: Europa muss zusammenhalten, um diesen Bedrohungen zu begegnen. Die NATO hat ihre Ostgrenze verstärkt, und Operationen wie „Eastern Sentry“ und „Baltic Sentry“ sind nicht mehr nur Worte, sondern Realität. Kampfjets patrouillieren und wehren Drohnen ab – ein Zeichen der Entschlossenheit, das nicht übersehen werden sollte.
Und während in Berlin die Köpfe zusammenkommen, um über die Zukunft der europäischen Sicherheit zu diskutieren, übt Finnland bereits den Umgang mit hybriden Angriffen. Bei der Übung „Shelter 2026“ wurden mehr als 2.000 Teilnehmer mobilisiert, um auf ein mögliches Szenario eines Cyberangriffs zu reagieren. Es zeigt sich: Europa ist gefordert, sich auf neue Herausforderungen einzustellen.
