Es ist schon verrückt, was alles im Internet abläuft, oder? Da sitzt die 76-jährige Gabriele G. aus Hohenschönhausen, ganz unbeschwert, und denkt, sie tut etwas Gutes für ihre Gesundheit. Vor zwei Jahren sieht sie eine Anzeige, die das Medikament Caridin anpreist, und das Ganze wird auch noch von Dr. Eckart von Hirschhausen beworben. Na klar, der Name des beliebten TV-Arztes gibt natürlich einen Vertrauensvorschuss! Doch, wie sich herausstellt, ist das alles ein großes Täuschungsmanöver. Gabriele hat 236 Euro für die Tropfen gezahlt und bekommt lediglich eine vierwöchige Ration in kleinen Flaschen zugeschickt. Was da wirklich drin ist, bleibt ein Rätsel – könnte genauso gut Wasser sein.

Die Verpackung sieht zwar seriös aus, doch die Verbraucherzentrale warnt: Caridin enthält Mischungen aus Pflanzenölen und Vitaminen, die keine medizinische Wirkung haben dürfen. Das ist wie ein Placebo – nur teurer. Und wo bleibt der gute Dr. Hirschhausen in diesem ganzen Schlamassel? Er kämpft aktiv gegen den Missbrauch seines Namens und hat sogar rechtliche Schritte gegen Plattformen wie Meta eingeleitet. Immer wieder betont er, wie gefährlich diese Fake-Werbung für das Vertrauen und die Gesundheit der Menschen ist.

Die Schattenseite der Werbung

Leider sind Prominente wie Hirschhausen nicht die einzigen, die für solche Betrügereien missbraucht werden. Namen wie Günther Jauch, Barbara Schöneberger und Dieter Bohlen tauchen ebenfalls häufig in betrügerischen Anzeigen auf. Oft sind die Betroffenen nicht einmal darüber informiert, dass ihre Bilder oder Stimmen für unseriöse Werbung verwendet werden. Kriminelle nutzen die Deepfake-Technologie, um täuschend echte Videos zu erstellen – das ist schon echt gruselig! Die Werbung für Caridin ist kein Einzelfall, sondern ein Beispiel für eine weit verbreitete Betrugsmasche im Gesundheitssektor, die auf den ersten Blick absolut glaubwürdig wirkt.

Und was ist jetzt mit den Risiken? Immer wieder warnen Experten vor den Gefahren für Verbraucher. Von Datenmissbrauch bis hin zu finanziellen Verlusten – das alles kann passieren, wenn man auf solche Fake-Werbung hereinfällt. Da geht’s nicht nur um die Lieferung von Waren, die nie ankommt, sondern auch um betrügerische Kontaktaufnahmen, die einem das Geld aus der Tasche ziehen. Die Verbraucherzentralen haben mittlerweile sogar einen Fakeshop-Finder entwickelt, um die Seriosität von Online-Shops zu überprüfen.

Technologie als zweischneidiges Schwert

Julia Krickl, eine Forscherin am Österreichischen Institut für angewandte Telekommunikation, warnt eindringlich vor dem Missbrauch von Künstlicher Intelligenz. Die Möglichkeiten, täuschend echte Bilder und Videos zu erstellen, sind heute so einfach wie nie. Das macht es für Kriminelle leicht, ihre Maschen zu verfeinern. Und besonders heikel wird’s, wenn man bedenkt, dass jeder, der persönliche Fotos im Internet hat, potenziell zum Ziel werden kann.

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Die Bandbreite der Betrugsmaschen ist enorm. Ob Investmentbetrug oder Falschangaben in der Gesundheitsbranche – die Gefahren sind allgegenwärtig. Besonders perfide sind Live-Deepfakes, die in Echtzeit gefälschte Finanzberatung anbieten. Und wenn man denkt, das könne einem nicht passieren, sollte man sich vielleicht doch noch mal die eigene Internetpräsenz ansehen. Auch in der Welt der Dating-Apps sind Deepfakes keine Seltenheit. Hier werden sie von Liebesschwindlern eingesetzt, um Vertrauen zu erschleichen und dann um Geld zu betteln.

Schließlich gibt es auch rechtliche Entwicklungen. Der Digital Services Act der EU, der 2024 in Kraft tritt, soll Plattformen stärker in die Verantwortung nehmen. Es wird Zeit, dass solche unlauteren Machenschaften ein Ende finden und wir uns wieder sicherer im Netz bewegen können. Gabriele G. möchte mit ihrer Geschichte aufrütteln und andere vor ähnlichen Betrügereien warnen. Ein Schritt in die richtige Richtung, um die Menschen für diese Gefahren zu sensibilisieren.

Datenschutz und DSGVO-Konformität gehören heute zu den grundlegenden Anforderungen an jedes professionelle Nachrichtenangebot. Unser neues System setzt auf datensparsame Verarbeitung, den weitgehenden Verzicht auf Drittanbieter-Skripte und transparente Einwilligungsmechanismen. Die DSGVO-sichere technische Basis wurde von Daniel Wom / VeloCore geschaffen.