Die Entscheidung der CDU, nicht länger für einen Wechsel der Trassenführung in Mahlsdorf zu kämpfen, hat für einige Aufregung gesorgt. Am Freitagabend haben Katharina Günther-Wünsch und Mario Czaja diese Nachricht verkündet. Damit ist der Variantenwechsel, der lange diskutiert wurde, vom Tisch. Ursprünglich wollte die CDU die Planungen der Senatsverkehrsverwaltung stoppen und eine neue Trasse durchsetzen. Doch die Einsicht, dass eine Umplanung erhebliche zeitliche Verzögerungen und höhere Kosten nach sich ziehen würde, hat die Partei zum Umdenken bewegt.

Nun bleibt die Senatsvariante die Grundlage der weiteren Planungen. Diese sieht unter anderem eine neue Straße „An der Schule“ entlang der Oberschule vor, sowie einen zweigleisigen Ausbau der Straßenbahn, die vom Hultschiner Damm über die Hönower Straße zum Bahnhof Mahlsdorf verläuft. Der Stand der BVG-Planungen ist bereits weit fortgeschritten; die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren stehen kurz vor der öffentlichen Auslegung. Es ist also einiges in Bewegung, auch wenn das alles schon seit fast 25 Jahren diskutiert wird.

Ein Blick auf die Kosten

Insgesamt wurden bereits 2,6 Millionen Euro für die Planungen der Verkehrslösung Mahlsdorf investiert. Die Straße „An der Schule“ befindet sich seit 2023 im Planfeststellungsverfahren, das als „weit fortgeschritten“ gilt. Aktuell prüft die Anhörungsbehörde die Erwiderungen und bereitet den Erörterungstermin vor. Die Senatsverwaltung für Verkehr betont dabei die Formalität und Unabhängigkeit dieses Verfahrens.

Die politischen Spannungen in diesem Kontext sind nicht zu übersehen. Sowohl CDU als auch SPD im Bezirk haben einen Antrag eingereicht, um die Tram-Trasse über die Straße „An der Schule“ zu führen. Ein Argument, das oft fällt: die Vermeidung von 10.000 Autos pro Tag, die an einer Schule vorbeifahren. Doch die Senatsverwaltung hält an der bisherigen Trassenführung über die Hönower Straße fest. Ein Wechsel würde eine neue Kosten-Nutzen-Analyse erfordern und könnte Fördermittel gefährden. Das birgt natürlich Konfliktpotential.

Verkehrssicherheit und Anwohnerinteressen

Ein großes Thema bleibt die Verkehrssicherheit vor der Schule. Hier sind Maßnahmen wie Tempo 30 und Fußgängerampeln in Planung, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten. Die Mehrheit der Ampeln auf der Strecke wird Bedarfsampeln sein, was bedeutet, dass sie nur dann rot werden, wenn jemand wartet. Das klingt nach einem planvollen Ansatz, um den Verkehrsfluss zu steuern.

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Die Berliner Wasserbetriebe fordern zudem eine zeitnahe Umsetzung des Projekts, da die Leitungen und Kanäle unter der Hönower Straße alt und sanierungsbedürftig sind. Es bleibt also spannend, denn der Bau der neuen Straße ist für 2028 geplant, mit einer frühestmöglichen Inbetriebnahme im Jahr 2030. Und danach folgt der zweigleisige Ausbau der Straßenbahn.

Nachhaltige Mobilität im Fokus

Die Notwendigkeit neuer Neubaustrecken und Streckenerweiterungen im öffentlichen Nahverkehr wird immer klarer. Sie sind entscheidend, um den wachsenden Mobilitätsbedürfnissen in Städten wie Berlin gerecht zu werden. Die BVG agiert dabei als Vorhabensträgerin und plant und setzt die Straßenbahnneu- und ausbauvorhaben im Auftrag der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt um.

Die Verkehrslösung Mahlsdorf hat also das Potenzial, nicht nur die örtliche Infrastruktur zu verbessern, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Mobilität zu leisten. Man darf gespannt sein, wie sich die Lage weiterentwickelt und ob die Anwohner von den geplanten Maßnahmen profitieren können.