Heute ist der 29.04.2026. In Moskau steht die Militärparade zum Tag des Sieges an, doch 2023 wird die Veranstaltung ohne die gewohnte Pracht an Panzer und Raketen stattfinden. Der Grund für diese Entscheidung sind die zunehmenden Befürchtungen vor ukrainischen Drohnenangriffen, die in den letzten Monaten zugenommen haben. Das russische Verteidigungsministerium hat mitgeteilt, dass die Vorführung von Militärtechnik aufgrund der „operativen Lage“ entfällt. Stattdessen wird in der Fernsehübertragung der Einsatz russischer Soldaten aller Waffengattungen, einschließlich ihrer Aktivitäten im Ukraine-Konflikt und in den Kommandoposten der Nuklearstreitkräfte, gezeigt.
Traditionell wird am 9. Mai der Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945 gefeiert, doch der Fokus liegt in diesem Jahr besonders auf der Sicherheit. Es bleibt beim Vorbeimarsch Tausender Offiziersanwärter auf dem Roten Platz, während die ukrainische Armee ihre Gegenangriffe mit Kampfdrohnen auf das russische Hinterland weitergeführt hat. Diese Entwicklungen haben nicht nur die Parade beeinflusst, sondern auch den Flugverkehr in Moskau stark eingeschränkt, was zu einem „Kollaps der hauptstädtischen Flughäfen“ führte.
Aktuelle Luftangriffe und deren Auswirkungen
Die Situation ist angespannt: Kurz vor der Moskauer Siegesparade haben Russland und die Ukraine Luftangriffe durchgeführt. In Kiew wurden bei einem russischen Drohnenangriff tragischerweise zwei Menschen getötet, während mehrere Wohnhäuser und ein Supermarkt beschädigt wurden. Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete von acht Verletzten, darunter vier Kinder. Auch in Moskau selbst gab es ukrainische Drohnenangriffe, die von Bürgermeister Sergej Sobjanin mit der Abwehr von neun Drohnen gemeldet wurden.
Die militärischen Aktivitäten beider Seiten sind ein ständiger Begleiter in der aktuellen geopolitischen Lage. Während Russland eine Militärparade plant, um den Sieg über Nazi-Deutschland zu gedenken, rufen die Ukraine und die USA zu einer Waffenruhe von mindestens 30 Tagen auf. In anderen Teilen der Ukraine, wie in Sumy und Saporischschja, kam es ebenfalls zu verheerenden Angriffen, bei denen zahlreiche Menschen getötet und verletzt wurden.
Ein neuer Kontext für die Gedenkfeierlichkeiten
Die Militärparade dient nicht nur der Feier des historischen Sieges, sondern auch als Demonstration der militärischen Macht Russlands. In früheren Jahren schwankte der Umfang der gezeigten Militärtechnik; zuletzt wurde 2007 keine Technik vorgeführt. Eine weitere wichtige Gedenkaktion ist das „Unsterbliche Regiment“, bei dem Porträts von im Krieg getöteten Verwandten getragen werden. Diese Aktion soll je nach Sicherheitslage entweder als realer Marsch oder online stattfinden.
Zusätzlich wird Russland hochrangige Vertreter aus fast 30 Staaten erwarten, darunter den chinesischen Präsidenten Xi Jinping, der mit Präsident Putin über Themen wie den Bau einer Gasexportleitung nach China und den Ukraine-Konflikt sprechen soll. Die geopolitische Lage bleibt komplex, während in Warschau die Außenminister der EU-Staaten über den russischen Angriffskrieg und die Beziehungen zur US-Regierung diskutieren.