Rettung von 22 Katzen aus verwahrloster Wohnung in Berlin-Hellersdorf
Heute, am 19. Oktober 2026, hat sich in Berlin-Hellersdorf eine Geschichte entfaltet, die einem das Herz bricht. 22 Katzen, darunter viele kleine Kitten und sogar trächtige Katzen, wurden aus einer verwahrlosten Wohnung gerettet. Die Tierrechtsorganisation PETA, die auf die mutmaßlich illegale Katzenzucht aufmerksam wurde, hat zusammen mit dem Veterinäramt eingegriffen. Und was sie vorfanden, ist einfach erschütternd.
Die Ermittlerin von PETA, die undercover in die Wohnung ging, stellte fest, dass die Tiere unter fürchterlichen Bedingungen lebten. Sie waren zusammengepfercht in einem kleinen Raum, der von einem beißenden Ammoniakgeruch durchzogen war. Der Laminatboden war durch Urin aufgeweicht und an den Wänden waren zahlreiche Kratzspuren zu sehen. So konnte es nicht weitergehen! Laut der Halterin wurden die Katzen nur alle zwei Tage versorgt, und das ist einfach nicht akzeptabel.
Ein dramatischer Rettungseinsatz
Die ganze Sache nahm ihren Lauf, als die Verkäuferin auf dem Portal „deine-tierwelt.de“ zahlreiche Katzenbabys anbot. Das Veterinäramt erhielt schließlich einen Durchsuchungsbeschluss und konnte die Katzen aus der Wohnung holen, die Halterin war zu diesem Zeitpunkt nicht anwesend. Einige der Tiere waren so verängstigt, dass sie sich kaum bewegen konnten. Man fragt sich, was mit ihnen in den letzten Wochen und Monaten passiert ist.
PETA dankte dem Veterinäramt für das schnelle Handeln. Die Katzen wurden in einem Tierheim untergebracht und erhalten dort die nötige Pflege. Der Gesundheitszustand der Tiere bleibt allerdings ungewiss, und ob sie Krankheiten oder Verletzungen haben, ist momentan unbekannt. Die private Recherche hat bereits auf die schrecklichen Bedingungen hingewiesen, aber eine offizielle Bestätigung steht noch aus.
Ein Aufruf zur Verantwortung
PETA-Fachreferentin Jana Hoger kritisierte in diesem Zusammenhang den Handel mit Katzenbabys. „Häufig steht der Profit vor dem Tierwohl“, sagt sie und spricht damit ein wichtiges Thema an. Die Organisation fordert ein generelles Verbot des Tierverkaufs im Internet und empfiehlt, Haustiere aus Tierheimen zu adoptieren. Schaut man sich um, gibt es viele Vierbeiner, die ein liebevolles Zuhause suchen.
Im Februar 2024 wurden im selben Bezirk bereits 48 Katzen aus einer Wohnung geholt, die ebenfalls unter katastrophalen Bedingungen lebten. Dies wirft die Frage auf, wie oft solche Missstände noch vorkommen. Verkaufsanzeigen im Internet sind oft ein Warnsignal für Behörden, die so auf mögliche gewerbliche Haltungen aufmerksam werden. Doch es bleibt abzuwarten, ob und wann die 22 Katzen vermittelt werden können. Die rechtlichen Schritte und die weiteren Maßnahmen liegen nun in den Händen der zuständigen Behörden. Es ist ein schmaler Grat zwischen Tierschutz und den Rechten der Halter, und die kommenden Wochen könnten entscheidend sein.
