Das „Haus der Gesundheit“ in der Etkar-André-Straße 8 in Hellersdorf ist ein trauriger Anblick. Seit 2014 steht das Gebäude leer, und die Hoffnungen, es bald wieder mit Leben zu füllen, scheinen noch in weiter Ferne zu liegen. Der Senat hat auf die Anfrage des Abgeordneten Jan Lehmann reagiert und verwies auf das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, das für konkrete Informationen zuständig ist. Ein offizielles Interessenbekundungsverfahren läuft jedoch bereits seit dem 1. Juli und endet am 27. August. Das Ziel? Weitere Interessenten an Land ziehen, um endlich eine Lösung für das marode Gebäude zu finden.

Es gab zwar Gespräche mit potenziellen Investoren, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus. Die Brandschutzmängel sind ein großes Hindernis, weshalb eine Zwischennutzung ausgeschlossen ist. Sicherungsmaßnahmen wie das Verschließen von Fenstern wurden ergriffen, und unangekündigte Kontrollen sollen verhindern, dass das Gebäude weiter verfällt. Der Bezirk hat den Sanierungsbedarf und die Vandalismusschäden bereits erkannt und sucht nach einem tragfähigen Konzept. Doch das ist einfacher gesagt als getan – fehlende Haushaltsmittel machen eine kommunale Nutzung unmöglich.

Investoren gesucht

Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat nun die ersten Schritte unternommen, um das „Haus der Gesundheit“ wieder zu beleben. Investoren sind willkommen! Im Rahmen des Interessenbekundungsverfahrens können geeignete Träger, Organisationen und Gesellschaften ihre Konzepte bis zum 31. August 2026 um 12:00 Uhr einreichen. Der Fokus liegt auf einer Reaktivierung mit sozialer Infrastruktur und Büroflächen. Ein reines Wohnprojekt oder Lagerflächen ohne öffentlichen Mehrwert sind ausgeschlossen – der Bezirk hat klare Vorstellungen, was hier entstehen soll: eine dauerhafte gesundheitliche und soziale Versorgung für die Nachbarschaft.

Ursprünglich war das Gebäude als Poliklinik geplant, doch das Konzept wurde nach der Wendezeit 1989 nicht umgesetzt. Bis zur Schließung im Jahr 2014 war das „Haus der Gesundheit“ ein Ort, wo Arztpraxen, Apotheken und das Gesundheitsamt unter einem Dach vereint waren. In der Nachbarschaft gibt es nach wie vor Arztpraxen, Familienberatungen und sogar eine Bibliothek. Die Lage im Nahversorgungszentrum für die Großsiedlung Hellersdorf und das angrenzende Kaulsdorf-Nord könnte also nicht besser sein. Wenn man die naheliegenden Einkaufsmärkte betrachtet – Rewe, Aldi, dm – ist die Frequenz hier ebenfalls hoch.

Der Weg zur Umsetzung

Für die Interessierten gibt es einige Anforderungen: Nutzungskonzepte, Nachweise über finanzielle Leistungsfähigkeit und Erfahrungen mit ähnlichen Immobilien müssen vorgelegt werden. Eine Arbeitsgruppe der Verwaltung wird die eingegangenen Vorschläge prüfen und bewerten. Besichtigungen des Objekts sind nach Absprache möglich. Wer interessiert ist, kann sich direkt an das Facility Management des Bezirksamtes wenden – die Kontaktinformationen sind leicht zu finden.

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Es bleibt abzuwarten, wie es mit dem „Haus der Gesundheit“ weitergeht. Der Sanierungsbedarf ist hoch, und die Herausforderungen sind vielfältig. Doch vielleicht gibt es ja einen Lichtblick am Ende des Tunnels, wenn sich die richtigen Investoren finden und die Ideen sprudeln. Schließlich könnte dieses Gebäude, das so viele Jahre im Schatten steht, bald wieder ein Ort der Begegnung und Gesundheit werden. Es wird spannend bleiben, was die nächsten Monate bringen.

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