In den Straßen von Marzahn-Hellersdorf tut sich was! Der Senat hat beschlossen, die nächtlichen Tempo-30-Zonen auszuweiten – und das hat einen guten Grund. Wer hier wohnt, weiß nur zu gut, wie der Lärm durch den Großstadtverkehr an den Hauptverkehrsadern wie der Märkischen Allee und der Landsberger Allee zur echten Plage werden kann. Tagsüber sind es schon mal bis zu 70 Dezibel, und nachts wird’s nicht viel besser, mit Lärmpegeln von bis zu 65 Dezibel. Das ist alles andere als förderlich für einen erholsamen Schlaf, könnte man sagen. Ab 55 Dezibel wird’s für die Nachtruhe kritisch, und viele Straßen in diesem Bezirk liegen sogar noch darüber.

Die geplanten Maßnahmen sind Teil des Lärmaktionsplans des Landes Berlin für 2024–2029. Laut einer parlamentarischen Anfrage von Kristian Ronneburg, einem Abgeordneten der Linken, wird der Senat und der Bezirk nun aktiv. Insgesamt sollen an 16 Straßen Tempo 30 eingeführt werden, um den nächtlichen Lärm zu bekämpfen. Besonders betroffen sind Straßen wie die Allee der Kosmonauten, die Landsberger Allee und viele weitere. Die Liste ist lang und zeigt: Hier wird nicht einfach nur über Lärmschutz geredet, hier wird auch gehandelt!

Wirkung von Tempo 30

Und wie sieht’s mit den Auswirkungen aus? Eine Analyse hat gezeigt, dass in rund 80 Prozent der Fälle die mittleren Geschwindigkeiten nach der Einführung von Tempo 30 signifikant gesenkt wurden. Das ist schon mal ein Wort! Sogar ohne bauliche Maßnahmen oder Radarkontrollen gab es eine Geschwindigkeitsreduktion. Das Umweltbundesamt hat ebenfalls untersucht, wie sich Tempo 30 auf den Verkehrsfluss und das subjektive Empfinden der Anwohner auswirkt. Die Ergebnisse dieser Evaluierungsberichte sind spannend und zeigen, dass die Maßnahmen nicht nur Zahlen, sondern auch echte Lebensqualität verbessern können.

Der Berliner Senat hat es sich nicht leicht gemacht bei dieser Entscheidung. Verkehrssenatorin Ute Bonde von der CDU hat die Vorlage für die Ausweitung der Tempo-30-Zonen eingebracht. Rund 600 zusätzliche Teilstrecken der Hauptverkehrsstraßen dürfen nun zwischen 22 und 6 Uhr mit maximal 30 km/h befahren werden. Aktuell gibt es bereits eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf etwa 335 Kilometern, und nun kommen noch einmal 230 Kilometer hinzu. Ein echter Fortschritt für die Lärmminderung in der Stadt!

Die Anwohner profitieren

Etwa 200.000 Berlinerinnen und Berliner sollen von dieser Maßnahme profitieren. Das klingt ja schon fast nach einem kleinen Geschenk an die Anwohner! Die Stadt plant sogar, weitere 500 Kilometer mit identifizierter Lärmbelastung in Zukunft ebenfalls zu berücksichtigen. Damit könnte die Zahl der Tempo-30-Zonen noch weiter steigen. Aber wie so oft gibt es auch kritische Stimmen, die darauf hinweisen, dass es auch Rückkehrer zu Tempo 50 geben könnte, insbesondere auf stark frequentierten Schulwegen.

Werbung
Hier könnte Ihr Advertorial stehen
Ein Advertorial bietet Unternehmen die Möglichkeit, ihre Botschaft direkt im redaktionellen Umfeld zu platzieren

In der Zwischenzeit bleibt abzuwarten, wie sich die Situation in Marzahn-Hellersdorf entwickeln wird. Der Lärmaktionsplan ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, um den Anwohnern mehr Lebensqualität zu bieten. Und darauf können wir, die Berliner, nur hoffen!