Das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf hat im Jahr 2026 das Pilotprojekt „Hand ans Herz, zusammen geht mehr“ ins Leben gerufen. Dieses ehrgeizige Vorhaben zielt darauf ab, älteren Menschen im Bezirk bei altersbedingten Schwierigkeiten unter die Arme zu greifen und ihre Selbstbestimmung sowie Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu stärken. Mit einem Budget von 20.000 Euro unterstützt das Bezirksamt bestehende Seniorenbegegnungsstätten, die als soziale Knotenpunkte in der Nachbarschaft fungieren.
Zu den geförderten Einrichtungen zählen unter anderem das „Bürgerstübchen“ am Hultschiner Damm, die Anlaufstelle für Ältere und mobilitätseingeschränkte Menschen in der Rosenbecker Straße sowie das Bürgerhaus Südspitze in der Marchwitzastraße. Diese Seniorenbegegnungsstätten bieten ein breites Spektrum an Unterstützungs- und Teilhabeangeboten. Darunter fallen soziale Begegnungs- und Kommunikationsmöglichkeiten, gesundheitsfördernde Maßnahmen und Beratungen zu Themen wie Wohnen im Alter und Pflegeberatung. Darüber hinaus sind sie offene Orte der Begegnung, unabhängig von Herkunft und Religion, die den interkulturellen Austausch fördern und Informationen zur Bewältigung des Alltags bereitstellen (Source 1).
Vielfältige Angebote für Senioren
Die Seniorenbegegnungsstätten bieten zahlreiche Freizeit- und Beratungsangebote, die sowohl kostenfrei als auch niedrigpreisig sind. Dazu zählen Cafés, Gesprächsrunden, Bewegungs- und Gesundheitsangebote sowie kulturelle Veranstaltungen wie Lesungen und Ausstellungen. Besondere Events wie Seniorenwandertage und soziale Weihnachtsfeiern fördern die Gemeinschaft und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Es wird betont, dass die Kosten für Speisen und Getränke von den Teilnehmenden selbst getragen werden müssen, während die Förderung für Veranstaltungen, Ausflüge, Möbel und Küchengeräte verwendet werden kann (Source 2).
Juliane Witt, die Bezirksstadträtin für Soziales und Bürgerdienste, hat ihre Unterstützung für die bestehenden Vereine und Treffpunkte bekräftigt und sieht in diesen Einrichtungen eine wichtige Ressource für die ältere Generation. Die Rahmenbedingungen des Projekts sind auch im Kontext eines geplanten Landesgesetzes zur Altenhilfe zu verstehen, das noch in der Diskussion ist. Marzahn-Hellersdorf geht mit diesem Pilotprojekt einen eigenen Weg, um die Lebensqualität älterer Menschen zu verbessern und ihnen die Teilhabe am sozialen Leben zu ermöglichen.
Ein Blick in die Zukunft
Das Projekt „Hand ans Herz, zusammen geht mehr“ wird bis September 2026 evaluiert, wobei ein Halbjahresbericht über Besucherzahlen und Rückmeldungen der Zielgruppe erstellt wird. Bei erfolgreichem Verlauf ist eine Ausweitung auf weitere Träger und Nachbarschaftszentren in Planung. Die Bewerbung für Förderungen im Jahr 2027 wird bis zum 30. September 2026 möglich sein. Diese Entwicklung könnte nicht nur die Lebensqualität der älteren Menschen im Bezirk nachhaltig verbessern, sondern auch die Integration und den Austausch innerhalb der Gemeinschaft weiter stärken (Source 2).