Martin Zwicker hat sich in die Geschichtsbücher des deutschen Feldhockeys eingetragen. Am gestrigen Abend, dem 24. Juni 2025, spielte der 38-Jährige beim 3:2-Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen Australien sein 335. Länderspiel auf dem Ernst-Reuter-Sportfeld in Berlin. Mit diesem Spiel zieht er mit dem früheren Rekordhalter Matthias Witthaus gleich und wird damit zum Rekord-Nationalspieler Deutschlands, wie rbb24 berichtet.
Zwicker äußerte sich nach diesem besonderen Spiel zu den Emotionen, die ihn bewegten. „Die Zahl ist enorm und es ist ein besonderes Ereignis, da Familie und Freunde anwesend sind“, sagte der Mittelfeldspieler, der seit Langem für den Berliner HC spielt. Er bekam viel Anerkennung für seine Leistungen, nicht nur von seinen Mitspielern, sondern auch von den Trainern.
Karriere-Highlights und Erfolge
Der gebürtige Köthener, der am 27. Februar 1987 zur Welt kam, hat im Laufe seiner Karriere beeindruckende Erfolge erzielt. 2023 wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister. Zuvor errang er bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro die Silbermedaille und holte 2024 in Paris Bronze. Darüber hinaus wurde er 2013 Europameister und holte 2012 mit dem Berliner HC die Deutsche Meisterschaft.
Zwicker hat insgesamt 247 Länderspiele absolviert und dabei 24 Tore erzielt. Diese Zahlen haben ihn zu einer zentralen Figur im deutschen Hockey gemacht und zeigen seine beständige Leistung auf höchstem Niveau. Aktuell ist er der älteste Spieler im Kader, gefolgt von Mats Grambusch und Gonzalo Peillat, die beide 32 Jahre alt sind. Grambusch hebt hervor, dass Zwicker trotz seines Alters einen starken Kontakt zu den jüngeren Spielern hat und beschreibt ihn als phänomenal.
Ausblick auf die kommenden Herausforderungen
Die deutsche Nationalmannschaft hat in den nächsten Tagen noch drei weitere Spiele in der FIH Pro League. Somit könnte Zwicker schon bald alleiniger Rekordhalter in Bezug auf die Anzahl der Länderspiele werden. Er hat dem Bundestrainer bereits signalisiert, dass er bis zur Weltmeisterschaft im Sommer 2026 bereit ist zu spielen.
Trotz des Abstiegs des Berliner HC in die Zweite Liga bleibt Zwicker dem Verein treu. Er betont jedoch, dass die Situation rund um seine zukünftig Rolle im Verein noch nicht geklärt ist. Eine Analyse der vergangenen Saison steht noch aus, und es müssen entscheidende Weichen für die Zukunft gestellt werden.
Martin Zwicker bleibt dem deutschen Feldhockey treu und zeigt, dass er auch in der zweiten Karrieremitte noch große Ambitionen hat. Sein Engagement und seine Leidenschaft für den Sport sind unbestritten.