Heute ist der 21.04.2026 und in Berlin-Lichtenberg bereiten sich die Linken auf einen bedeutenden Parteitag vor. Elif Eralp, die Spitzenkandidatin der Linken für die Abgeordnetenhauswahl am 20. September, hat sich mit vollem Einsatz dem Wohnungsthema verschrieben. Ihr Ziel ist es, Kai Wegner von der CDU das Amt des Regierenden Bürgermeisters abzunehmen. Am kommenden Samstag wird im Dong Xuan Haus ein eintägiger Landesparteitag stattfinden, an dem 175 Delegierte teilnehmen werden, um das Wahlprogramm zu beschließen. Das Motto des Parteitags: „Berlin bezahlbar machen. Für eine rote Metropole“.
Die Linke hat die Wohnungs- und Mietenpolitik in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes gesetzt. Eralp betont, dass hohe Mieten die wichtigste soziale Frage unserer Zeit seien. Mit rund 250 eingegangenen Änderungseinträgen zum Wahlprogramm zeigt die Partei, wie ernst sie die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger nimmt. Dabei kritisiert Eralp die hohen Mieten als Hauptgrund für die wachsende Schere zwischen Arm und Reich und bezeichnet die Regierung in Berlin als schlecht, wobei sie mehr Druck auf die Bundesregierung fordert.
Ein umfassendes Sofortprogramm
Eralp kündigt ein Sofortprogramm für die Wohnungspolitik an, das sofort umgesetzt werden soll, falls die Linke die Wahl gewinnt. Dazu gehört die Einführung eines Mietendeckels sowie ein Räumungsstopp bei landeseigenen Wohnungsunternehmen, die rund 400.000 Wohnungen verwalten. Ein Landesamt für Mieterschutz soll eingerichtet werden, um überhöhte Mieten zu bekämpfen und geltende Regeln durchzusetzen. Zudem wird im „Sicher-Wohnen-Gesetz“ festgelegt, dass Vermieter mit mehr als 50 Wohnungen verpflichtet werden, mindestens jede dritte Wohneinheit an Menschen mit Wohnberechtigungsschein (WBS) zu vergeben. Durch diese Maßnahme könnten jährlich 17.000 preiswerte Wohnungen entstehen.
Ein weiterer zentraler Punkt im Wahlprogramm der Linken ist die Umsetzung des Volksentscheids zur Enteignung großer Wohnungskonzerne aus dem Jahr 2021. Dies würde über 200.000 Wohnungen in die Hände der Kommune zurückführen. Zudem plant die Partei ein kommunales Wohnungsbauprogramm, das innerhalb von zehn Jahren 75.000 neue Sozialwohnungen schaffen soll. Ein klares Signal für sozialen Wohnungsbau und gegen die Verdrängung von einkommensschwachen Haushalten.
Aktive Wahlkampfstrategien
Im Rahmen ihrer Wahlkampagne plant die Linke, an möglichst vielen Haustüren zu klingeln, um für ihre Positionen zu werben. Im vergangenen Bundestagswahlkampf klopften sie an etwa 350.000 Türen und möchten diese Zahl nun steigern. Im Vergleich dazu hat SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach angekündigt, dass die SPD bis zum Wahltag an 500.000 Haustüren klingeln will. Diese direkte Ansprache der Wählerinnen und Wähler könnte entscheidend für den Erfolg der Linken sein, um das Vertrauen der Menschen zurückzugewinnen und ihre politischen Ziele zu kommunizieren.
Insgesamt zeigt sich, dass die Linke unter der Führung von Elif Eralp entschlossen ist, die drängenden Probleme des Wohnungsmarktes in den Vordergrund zu stellen und konkrete Lösungen anzubieten. Die kommenden Wochen bis zur Wahl werden entscheidend sein, um zu sehen, ob die Wählerinnen und Wähler diese Ansätze unterstützen und wie sich die politische Landschaft in Berlin weiterentwickeln wird.