Wetterchaos und politische Spannungen: Die Herausforderungen der WM 2026 in Nordamerika
Heute ist der 19.07.2026. In einem ganz eigenen Stil und mit einem Hauch von Spannung blicken wir auf die Fußball-Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr die Kontinente Mexiko, die USA und Kanada vereint. Besonders interessant ist die Anreise von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zum WM-Finale. Auf Einladung von US-Präsident Donald Trump machte sie sich auf den Weg nach New York. Doch der Weg dorthin erwies sich als alles andere als einfach.
Extreme Wetterbedingungen, die durch Rauchentwicklung aus kanadischen Waldbränden verursacht wurden, führten dazu, dass ihr ursprünglicher Flug von Cancún nach New York am Samstag um zwei Stunden verschoben und schließlich ganz gestrichen wurde. Das ist schon eine echte Herausforderung, besonders wenn man bedenkt, dass Sheinbaum nur einmal zuvor Trump persönlich getroffen hatte – bei der WM-Auslosung im Dezember in Washington. Letztlich musste sie kurzfristig mit einer Maschine des „Sekretariats für die nationale Verteidigung“ (Sedena) reisen, um rechtzeitig beim Finale in East Rutherford zu sein. Und sie wird nicht allein sein; auch Kanadas Premierminister Mark Carney wird anwesend sein.
Die Schattenseiten der WM
Man könnte sagen, die Weltmeisterschaft zieht nicht nur Fußballfans an, sondern auch eine ganze Reihe an Herausforderungen. FIFA-Präsident Gianni Infantino musste seinen eigenen Flug zum Spiel um Platz drei wegen heftiger Gewitter und starkem Regen absagen. Einmal mehr zeigt sich, wie wankelmütig das Wetter sein kann – und das gerade während eines solch bedeutenden Events. Übrigens, die Zahl der Flüge mit Privatjets ist während der WM massiv angestiegen. WingX, ein Datenlieferant für die Privatjetindustrie, prognostizierte vor dem Turnierbeginn 73.200 zusätzliche Flugbewegungen. Das ist eine Menge CO2-Emissionen, die durch die Luftfahrt verursacht werden.
Infantino selbst war nicht ganz unbescholten, sein Privatjet stieß sogar knapp 813 Tonnen CO2 aus, ohne die Flüge nach Doha, die er für einen Kondolenzbesuch nach dem Tod des ehemaligen Emirs Hamad bin Chalifa Al Thani unternahm. Das wirft Fragen auf, insbesondere wenn man bedenkt, dass die FIFA plant, ihre CO2-Emissionen bis 2030 um 50 % zu reduzieren und bis 2040 netto null zu erreichen. Ein ambitioniertes Ziel, wenn man die aktuellen Zahlen betrachtet.
Ein Blick in die Zukunft
Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird die größte in der Geschichte sein – mit 48 Teams und 104 Spielen. Doch die Verteilung der Spiele über den nordamerikanischen Kontinent bedeutet auch erhöhte Reise- und Flugemissionen. Laut dem Bericht „FIFA’s Climate Blind Spot“ werden durch das Turnier mindestens neun Millionen Tonnen CO2-Äquivalente verursacht. Über 85 % dieser Emissionen entfallen auf den Flugverkehr. Das DFB-Team könnte bei einer Finalteilnahme rund 195,5 Tonnen CO2-Äquivalente durch Reisen verursachen. Man fragt sich, wie viel das alles kosten wird – nicht nur monetär, sondern auch für unseren Planeten.
Inmitten dieser ganzen Zahlen und Statistiken gibt es auch persönliche Geschichten, wie die von Marc Cucurella, dem Abwehrspieler der spanischen Nationalmannschaft. Er hat angekündigt, dass er bei einem WM-Sieg aus der Nationalmannschaft zurücktreten wird. Das sind Emotionen, die den Sport so besonders machen. Und mit all den Herausforderungen und den politischen Spannungen zwischen Mexiko und den USA – wegen Handels- und Sicherheitsfragen – wird das Finale sicherlich nicht nur ein sportliches Ereignis, sondern auch ein politisches Statement. Man kann nur hoffen, dass das Wetter sich beruhigt und das Spiel in voller Pracht stattfinden kann.
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