Im Schatten der Unterwelt: Berlins Kampf gegen die organisierte Kriminalität
Berlin, die Stadt, die niemals schläft – und das gilt besonders für die Ermittlungsbehörden. Seit rund drei Monaten ermittelt die neu gegründete Gruppe „Telum“ und hat sich dem Kampf gegen die Organisierte Kriminalität (OK) verschrieben. Diese Reaktion auf die anhaltende Schusswaffengewalt, insbesondere gegen türkisch-kurdische Gewerbetreibende, ist mehr als nur ein Schlaglicht auf die Probleme, die die Hauptstadt plagen. Hier wird nicht nur ermittelt, hier wird auch aufgedeckt!
Aktuell sind 126 Verfahren im Gange, und 29 Verdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft. Übrigens, es wurden auch schon in acht weiteren Fällen Anklage erhoben. Der Prozessbeginn am kommenden Dienstag vor dem Landgericht Berlin verspricht spannend zu werden – vier Männer zwischen 21 und 26 Jahren stehen wegen gefährlicher Körperverletzung, versuchter schwerer räuberischer Erpressung und Bedrohung vor Gericht. Das ist ein klarer Hinweis darauf, wie ernst die Lage ist.
Die Dunkelheit der Unterwelt
Die Gruppe „Telum“ wurde Ende Februar gegründet und soll eng mit der Sondereinheit „Ferrum“ zusammenarbeiten, die bereits seit November 2025 aktiv ist. Diese Zusammenarbeit ist notwendig, denn die Machenschaften der kriminellen Netzwerke sind tief verwurzelt. Justizsenatorin Felor Badenberg hat sich erfreut über die Ermittlungserfolge geäußert und betont, dass das Ziel nicht nur die Verfolgung einzelner Täter, sondern die Zerschlagung ganzer krimineller Strukturen ist. Ein richtiger Ansatz, könnte man sagen!
Ein besonders schockierender Vorfall war die Festnahme eines 38-Jährigen in Schöneberg, der beschuldigt wird, im März auf zwei Brüder in Kreuzberg geschossen zu haben. Das ist nicht nur erschreckend, sondern zeigt auch, wie dringend die Maßnahmen der Polizei und Justiz notwendig sind. Ende Mai wurden im Graefekiez vier Verdächtige nach Schüssen festgenommen – die Polizei ist also am Puls der Zeit.
Ein Blick in die Statistiken
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Im Jahr 2025 zählte die Berliner Polizei 1.119 Fälle von Schusswaffengebrauch, was einen Anstieg von 68% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dies verdeutlicht das Gefährdungspotenzial, das von OK-Gruppierungen ausgeht. Im Jahr 2023 wurden 66 Ermittlungskomplexe mit 485 Tatverdächtigen registriert – ein leichter Rückgang im Vergleich zu 2022, was die Komplexität der Situation jedoch nicht mindert.
Die finanziellen Schäden, die diese kriminellen Banden verursachen, sind schwindelerregend; allein 57,1 Millionen Euro in einem Jahr! Dabei ist der bandenmäßige Einbruch in eine Tresoranlage in der Fasanenstraße besonders hervorzuheben, der 45,5 Millionen Euro des Schadens ausmachte. Und das sind nur die sichtbaren Schäden – die unsichtbaren, die durch Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung entstehen, sind kaum zu bemessen.
Ein ganzheitlicher Ansatz
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) hat den Aufbau der Ermittlungsgruppe „Telum“ als wichtigen Schritt zur behördenübergreifenden Zusammenarbeit im Kampf gegen die OK begrüßt. GdP-Sprecher Benjamin Jendro hebt die Notwendigkeit eines ganzheitlichen Ansatzes zur Bekämpfung von Schwerstkriminalität hervor. Das ist der Schlüssel: Zusammenarbeiten, um die Wurzeln des Übels zu bekämpfen.
Doch der Weg zur Lösung ist lang und steinig. Die Ermittler stehen vor der Herausforderung, kriminelle Netzwerke aufzudecken und Hintermänner zu identifizieren. Die Dunkelheit der Unterwelt ist tief, und die Verbindungen reichen oft bis ins Ausland. In 22 der 66 OK-Komplexe wurden Gewalt oder Einschüchterungsmittel angewendet, was zeigt, wie brutal und unerbittlich diese Welt wirklich ist.
In Berlin ist es also alles andere als ruhig. Die Stadt pulsiert, und auch die Kriminalität ist dynamisch. Die Menschen hoffen auf Sicherheit und Vertrauen in ihren Rechtsstaat. Die nächsten Schritte der Ermittlungsgruppen werden entscheidend sein, um den Schatten der organisierten Kriminalität ein Ende zu setzen.
