Hertha BSC hat in den letzten Tagen ein kräftiges Lebenszeichen von sich gegeben. Vor dem bevorstehenden Trainingslager in Kitzbühel durften die Fans gleich drei Testspiele erleben, die nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Zuschauer ein echtes Erlebnis waren. Ein 15:0-Sieg gegen den Frohnauer SC, ein 9:0-Kantersieg gegen den SV Lichtenberg und schließlich ein 3:1-Erfolg über Lokomotive Leipzig – das sind die beeindruckenden Ergebnisse, die den Verein und seine Anhänger aufhorchen lassen. Besonders die Partie gegen Lichtenberg fand im Hans-Zoschke-Stadion vor rund 4.300 Zuschauern statt, die sich über die torreiche Darbietung freuen durften.

In diesen Spielen sind vor allem zwei Spieler in den Vordergrund gerückt: Sebastian Grönning und Kian Todorovic. Grönning, der in der letzten Saison nur sporadisch zum Einsatz kam, nutzte die Gelegenheit und erzielte gleich sechs Tore in den Testspielen. Ein Hattrick gegen Lichtenberg? Einfach nur beeindruckend! Auch Todorovic, der sich nach zwei schweren Kreuzbandrissen zurückkämpfen musste, zeigte, dass er bereit ist, sein Potenzial auszuschöpfen. Drei Tore gegen Frohnau und ein weiteres gegen Lichtenberg bestätigen, dass er sich mit einem neuen Profivertrag belohnen konnte. Es ist ja schon fast eine Rückkehr aus der Dunkelheit ins Licht – da kann man nur gratulieren!

Kaderumbruch und Neuanfang

Aber es gibt auch Schattenseiten in der momentanen Situation von Hertha BSC. Der Kaderumbruch ist in vollem Gange, und die Verantwortlichen müssen aufpassen, das Eigenkapital zu senken und die Lizenzauflagen zu erfüllen. Externe Neuzugänge sind derzeit Fehlanzeige, während die Abgänge von Spielern wie Kennet Eichhorn, der für 9 Millionen Euro zu Bayer Leverkusen gewechselt ist, oder Fabian Reese zu Wolfsburg für 8 Millionen Euro die Situation nicht gerade einfacher machen. Immerhin ist Hertha der einzige Verein in den ersten drei Ligen, der ohne externe Neuzugänge auskommen muss. Die Suche nach einem dritten Co-Trainer und Verstärkungen auf den Positionen Stürmer, Flügel und Außenverteidigung läuft auf Hochtouren.

Ein weiteres heißes Thema ist die Position im Tor. Tjark Ernst, der Stammtorhüter, war erneut nicht im Kader und beobachtete das Spiel gegen Lichtenberg als Zuschauer. Trainer Stefan Leitl hatte ohnehin angekündigt, dass sich Ernst die Einsatzzeit mit Marius Gersbeck teilen sollte. Während Gersbeck im ersten Durchgang im Tor stand, übernahm Tim Goller nach der Pause. Ernst könnte möglicherweise den Verein verlassen, was den Herthanern ein weiteres Fragezeichen aufwirft. Clubs wie Wolfsburg, Celtic Glasgow und Feyenoord Rotterdam zeigen Interesse, und die Verhandlungen über einen möglichen Transfer scheinen bereits im Gange zu sein. Was wird aus ihm?

Ein Blick in die Zukunft

Hertha BSC, offiziell gegründet am 25. Juli 1892, hat eine lange und bewegte Geschichte hinter sich. Von den glorreichen Zeiten mit sechs Finalteilnahmen um die Deutsche Meisterschaft zwischen 1926 und 1931 bis hin zu den düsteren Momenten in der Drittklassigkeit Ende der 1980er Jahre – der Verein hat viel durchlebt. Heute ist das Olympiastadion, erbaut für die Olympischen Spiele 1936 und modernisiert für die WM 2006, die Heimat des Klubs. Mit über 74.000 Plätzen ist es das zweitgrößte Stadion Deutschlands und zieht regelmäßig Fans aus der ganzen Welt an.

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Die Fans blicken gespannt auf die kommende Saison und hoffen, dass der Kaderumbruch nicht zu lange dauert und die Mannschaft sich schnell findet. Die Testspiele haben auf jeden Fall gezeigt, dass das Potenzial da ist, und mit einer Portion Glück könnte Hertha BSC bald wieder in die Erfolgsspur zurückfinden. Man darf gespannt sein, wie sich die kommenden Wochen entwickeln werden!

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