Das Bruchköbeler Oberstufengymnasium (LOG) zeigt sich optimistisch, was die Einladung zur Preisverleihung des Deutschen Schulpreises in Berlin im Juni 2026 angeht. In einem Wettbewerb unter 87 Bewerbern hat die Schule es geschafft, in die Top 20 vorzudringen. Der Deutsche Schulpreis, der am 29. September 2026 von Bundeskanzler Friedrich Merz verliehen wird, gilt als eine der anspruchsvollsten Auszeichnungen für Schulen in Deutschland. In diesem Jahr wird der Preis zum 20. Mal vergeben, und über 2800 Schulen haben sich seit der Gründung des Wettbewerbs im Jahr 2006 beworben.
Der LOG hat sich in einer umfangreichen Evaluierung durch eine Jury mit 50 Mitgliedern, von denen sechs die Schule persönlich besucht haben, hervorgetan. Bewertet wurden sechs Schlüsselbereiche: Unterrichtsqualität, Leistung, Umgang mit Vielfalt, Verantwortung, Schulklima und Schulleben. Die positive Rückmeldung der Juroren über die Schülerschaft und die Präsentation der Schule zeigt, dass die Schule auf dem richtigen Weg ist. Auch externe Interviewpartner, wie die Bürgermeisterin von Bruchköbel und der Schuldezernent des Main-Kinzig-Kreises, wurden in die Bewertung einbezogen, was die Seriosität und die Breite der Analyse unterstreicht.
Preise und Perspektiven
Insgesamt werden im Rahmen des Wettbewerbs 300.000 Euro an Preisgeldern vergeben. Der Sieger erhält eine Summe von 100.000 Euro, während fünf Schulen jeweils mit 30.000 Euro ausgezeichnet werden. Die restlichen Schulen, die es in die engere Auswahl geschafft haben, erhalten eine Anerkennungsprämie von 5.000 Euro. Schulleiterin Angela Kirchhoff und ihr Team haben bereits Pläne geschmiedet, wie sie die möglichen Preisgelder einsetzen möchten. Geplant ist, in langfristige Projekte zu investieren, darunter Software zur Verbesserung des Feedbacks sowie die Zusammenarbeit mit externen Partnern für zusätzliche Kurse.
Die Bekanntgabe der 15 Schulen, die nach Berlin reisen dürfen, erfolgt am 18. Juni 2026. Dies ist ein entscheidender Moment für die Schule, die sich durch ihr Engagement und ihre innovative Herangehensweise an Bildung auszeichnet.
Ein Wettbewerb mit Tradition
Der Deutsche Schulpreis wird von der Robert-Bosch-Stiftung und der Heidehof-Stiftung ins Leben gerufen und ist in Deutschland ein bedeutendes Zeichen für exzellente Bildungsarbeit. Viele Schulen, die sich für den Preis bewerben, tragen dazu bei, Schulen als Orte des Staunens zu gestalten und fördern Kreativität, Leistungsbereitschaft sowie Lebensfreude. Diese Schulen erziehen zu Fairness und Verantwortung und gelten als pädagogisch richtungsweisend.
Der Wettbewerb basiert auf einem umfassenden Bildungsverständnis, das die gesamte Entwicklung einer Schule in den Blick nimmt. Dabei werden auch Schulen angesprochen, die sich am Anfang ihres Weges befinden und besonderes Engagement sowie innovative Methoden zeigen. Damit wird deutlich, dass es nicht nur um die Spitzenleistungen geht, sondern auch um die Förderung von Schulen, die bereit sind, neue Wege zu gehen.