Der Lützowplatz in Berlin wird ab dem 13. Juni 2026 zum Schauplatz für eine außergewöhnliche Auseinandersetzung mit den Themen Identität und Zugehörigkeit. Unter dem Titel „Holding My Drink in the Corner“ präsentiert der Berliner Künstler Umut Azad Akkel seine Einzelausstellung im Haus am Lützowplatz, kuratiert von Ozan Ünlükoç. Diese Schau wird nicht nur einige von Akkels Werken zeigen, sondern auch speziell für den Ort geschaffene Installationen. Die große Gerüst-Skulptur „The Path“, die bereits 2021 entwickelt wurde, wird im Außenraum installiert und zur Metapher für soziale Mobilität und Hierarchie. Sie wird die Besucher dazu einladen, über ihre eigene Position in diesen Strukturen nachzudenken.

Die Eröffnung findet am Freitag, den 12. Juni um 19:00 Uhr statt. Diese Ausstellung ist nicht nur eine Rückkehr nach ihrer ersten Präsentation in Istanbul, sondern auch eine Plattform für die Reflexion über zwischenmenschliche Dynamiken und Migrationserfahrungen. Im Mittelpunkt steht die Transformation des Raums in ein Labyrinth, das als Zufluchtsort und Ort des Unsichtbarseins fungiert. Besucher können sich darauf freuen, in die komplexen Themen von Orientierung, Zugehörigkeit und Inklusion im Kontext queerer Erfahrungen einzutauchen.

Veranstaltungshighlights an diesem Wochenende

Das Wochenende hält für Kunstliebhaber in Berlin noch einiges bereit. Am 06.07.2026 findet im Temporary Bauhaus-Archiv eine Buchvorstellung mit anschließender Diskussion statt. Die Werke „We the Bacteria“ und „Sick Architecture“ werden von den Autoren Beatriz Colomina, Mark Wigley, Nick Axel und Nikolaus Hirsch vorgestellt. Hierbei können die Besucher zwischen 19 und 22 Uhr ins Gespräch kommen und sich vernetzen.

Am 07.07.2026 wird die Kantine am Berghain zur Bühne für Saâdane Afif, der um 20 Uhr mit „FIVE PRELUDES LIVE“ auftritt. Ein weiteres Highlight ist der Vortrag des Malers Michael Triegel am 08.07.2026, der um 20 Uhr in der St. Matthäus-Kirche stattfindet. Hier wird die Lebensrealität und die Kunst in einem farbigen Kontext beleuchtet.

Online-Gespräch und Kunst im öffentlichen Raum

Am 09.07.2026 können Kunstinteressierte an einem Online-Gespräch teilnehmen, das sich mit dem „Begehren nach Macht und das Spiel der Macht“ beschäftigt. Die beiden Teilnehmer, Evren Savcı und Berkant Çağlar, werden über die Themen der aktuellen Ausstellung „Umut Azad Akkel. Holding My Drink in the Corner“ diskutieren. Wer es lieber vor Ort mag, kann am 11.07.2026 ein Gespräch mit der Künstlerin Gertraude Pohl zum Thema „Kunst im öffentlichen Raum“ besuchen, das um 17 Uhr in der station urbaner kulturen / nGbK Hellersdorf stattfindet.

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Und nicht zu vergessen, am 12.07.2026 wird es eine spannende Listening Session mit dem Architekten und Künstler Ihor Tsymbrovsky und der DJ und Radiomoderatorin Natalia Martynenko in der daadgalerie geben. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr und verspricht, ein weiterer Höhepunkt im Berliner Kunstkalender zu werden.

Ein Blick auf queere Kunst in der DDR

Parallel dazu können Kunstliebhaber die Ausstellung „QUEERE KUNST IN DER DDR? Biografien zwischen Underground und Propaganda“ besuchen, die bis zum 30. August 2026 zu sehen ist. In dieser Ausstellung werden die Lebensgeschichten und Werke von neun Künstler*innen präsentiert, die die queeren Lebensrealitäten in der Kunst der DDR thematisieren. Diese Initiative des KVOST – Kunstverein Ost e.V. lädt dazu ein, die Kunst der DDR als ein komplexes Feld individueller Erfahrungen zu betrachten.

Der Lützowplatz und die umliegenden Orte werden also zu einem lebhaften Zentrum für Kunst und Kultur, das die Vielfalt der Perspektiven und Erfahrungen in Berlin widerspiegelt. In dieser aufregenden Zeit der Entdeckung und Reflexion ist es mehr als nur ein Besuch – es ist ein Eintauchen in die pulsierende Kunstszene der Stadt.

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