Das Dragonerareal in Kreuzberg, ein ehemaliges Kasernengelände, steht vor einem bedeutenden Wandel. Die Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte (WBM) hat die Siegerentwürfe für den ersten Hochbauabschnitt bekanntgegeben. Laut entwicklungsstadt.de wurde die Jury, die aus erfahrenen Architekten bestand, nahezu einstimmig im Sinne der eingereichten Projekte entschieden. Die Entwurfsverantwortung teilen sich das Büro Kaden+ Architekten für Los B sowie &Mica für Los A.

Geplant ist eine innovative Bauweise in Holz-Hybridkonstruktion, die eine Kombination aus Holz und Stahlbeton nutzt. Die Gesamtfläche, die für dieses Projekt erschlossen werden soll, beträgt rund 21.000 Quadratmeter, auf denen etwa 240 Wohnungen in fünf Neubauten errichtet werden sollen. Das Konzept sieht auch kleinteiliges Gewerbe sowie gemeinschaftliche Nutzungen im Erdgeschoss vor, um ein lebendiges und durchmischtes Quartier zu schaffen.

Umfangreiche Gemeinschaftseinrichtungen

Zusätzlich zu den Wohnungen umfasst die Planung auch wichtige soziale Infrastruktur. Geplant sind unter anderem eine Kita, eine Jugendfreizeiteinrichtung und Begegnungsräume. Ein Gewerberiegel für Handwerks- und Kleingewerbebetriebe soll ebenfalls eingerichtet werden. In der Gesamtplanung sind für das gesamte Quartier 372 Wohnungen vorgesehen, von denen die Hälfte geförderte Einheiten sein werden.

Die Arealhistorie reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück, als es zunächst als Kaserne genutzt wurde. Später folgten zivile Nutzungen wie Kfz-Werkstätten und Verwaltungsgebäude. Aktuell ist das Gelände von Bauzäunen und Abbrucharbeiten geprägt, da die Planungen darauf abzielen, das Baufeld freizumachen und mit den ersten Bauarbeiten zu beginnen. Der Zeitplan sieht vor, dass das Bebauungsplanverfahren bis 2026 abgeschlossen sein soll, mit einem geplanten Baubeginn 2027 und der Fertigstellung bis Ende 2030.

Eine Vision für die Zukunft

Im Kontext der laufenden Entwicklungen zeigt sich, dass die Stadt Berlin und die WBM gemeinsam mit zivilgesellschaftlichen Initiativen in Abstimmung stehen, um die Herausforderungen der Urbanisierung zu meistern. Die Restrukturierung des Dragonerareals ist nicht nur ein Schritt zur Schaffung benötigten Wohnraums, sondern auch ein Beitrag zur Fortentwicklung des urbanen Lebensraums in Kreuzberg.

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