Heute ist der 8. Mai 2026 und die Technische Universität Berlin steht vor einer unerfreulichen Herausforderung: Ihr Hauptgebäude an der Straße des 17. Juni wird ab morgen, dem 9. Mai 2026, bis auf Weiteres geschlossen. Grund hierfür sind bauliche Auffälligkeiten, die bei einer routinemäßigen Begehung durch die zuständigen Behörden und die Feuerwehr am 8. Mai festgestellt wurden. Ein Zustand, der nicht nur die Studierenden, sondern auch die Lehrenden und die gesamte Hochschulgemeinschaft betrifft. Die Schließung ist ein präventiver Schritt, um die Sicherheit aller Beteiligten zu gewährleisten.
Die TU Berlin kämpft mit einem erheblichen Sanierungsstau. Viele Gebäude stammen aus den 1960er Jahren und sind mittlerweile marode. Es wurde bereits im November 2025 auf technische Mängel hingewiesen, was zur temporären Schließung des Hauptgebäudes für zwei Wochen führte. Jetzt, ein halbes Jahr später, ist die Situation noch gravierender. Die Universitätsleitung hat aus Sicherheitsgründen entschieden, das zentrale Gebäude komplett zu schließen. Betroffen sind nicht nur Büros, sondern auch Lehrveranstaltungen und geplante Events – eine echte Herausforderung für alle, die hier täglich lernen und arbeiten.
Die genauen Mängel und die Folgen
Die TU gibt keine genauen Details zu den festgestellten Mängeln bekannt. Was man jedoch weiß, sind die Berichte über nasse Wände im Keller und Probleme mit der Löschwasseranlage sowie den Brandschutztüren. Eine Studentin berichtete sogar von Wasserlecks im Foyer. Unheimlich, oder? Diese Mängel sind nicht nur ein Zeichen für veraltete Infrastruktur, sondern auch für einen strukturellen Missstand, der dringend angegangen werden muss. Momentan müssen die Mitarbeitenden und Studierenden ihre persönlichen Dinge bis zum Abend sichern. Am Montag dürfen einige hundert Mitarbeitende für eine Stunde ins Gebäude, um wichtige Sachen zu holen – man muss sich vorstellen, wie das organisiert wird!
Die TU Berlin hat sich bereits auf die Suche nach Ausweichräumen und alternativen Lösungen gemacht, um den Lehr- und Forschungsbetrieb aufrechtzuerhalten. Veranstaltungen werden auf andere Räumlichkeiten und Randzeiten verlegt, und digitale Formate stehen ebenfalls zur Diskussion. Normalerweise finden im Hauptgebäude etwa 350 Veranstaltungen pro Woche statt, das wird nun eine echte Herausforderung für die Planer.
Ein Blick auf die große Problematik
Im Hintergrund brodelt ein noch größeres Problem: Der geschätzte Sanierungsbedarf für alle Berliner Hochschulen liegt bei etwa acht Milliarden Euro. Die TU Berlin hat allein einen Sanierungsstau von 2,4 Milliarden Euro, verteilt auf etwa 100 Gebäude. Der Neubau-Teil des Hauptgebäudes war erst kürzlich wegen Brandschutzmängeln vorübergehend gesperrt. Und das Telefunken-Hochhaus? Das bleibt ebenfalls seit über einem Jahr wegen eines Rohrbruchs geschlossen. Hier ist Handlungsbedarf gefragt, und zwar dringend!
Die Universitätsleitung scheint jedoch nicht untätig zu sein. Ein Gesetzentwurf zur Gründung einer Berliner Hochschulbaugesellschaft wurde bereits im April 2026 vorgelegt, wartet aber noch auf die Zustimmung des Abgeordnetenhauses. Es ist zu hoffen, dass diese Maßnahmen auch wirklich fruchten. Schließlich ist Bildung unsere Zukunft, und dafür braucht es eine funktionierende Infrastruktur.
Die TU Berlin ist ein wichtiger Bestandteil der Stadt und ihrer akademischen Landschaft. Die Schließung des Hauptgebäudes ist ein harter Schlag, doch vielleicht ist es auch eine Chance, um endlich die nötigen Schritte einzuleiten. Die Hochschulangehörigen werden fortlaufend informiert und bleiben hoffentlich optimistisch.