Das Integrationsbüro des Bezirksamts Charlottenburg-Wilmersdorf startet die Ausschreibung für den Integrationspreis 2025. Laut berlin.de können Vorschläge bis Freitag, den 10. Oktober 2025, online eingereicht werden. Der Integrationspreis ist eine bedeutende Auszeichnung, die Einzelpersonen und Gruppen würdigt, die sich für die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Migrationsgeschichte in diesem Bezirk einsetzen.

Ziel des Preises ist es, das interkulturelle Zusammenleben zu fördern. Jährlich werden zwei Kategorien prämiert, wobei die Leistungen der Nominierten von herausragender Bedeutung für den Bezirk sein müssen. Gewinner in der Kategorie Einzelpersonen erwarten 500 Euro, während Gruppen 1.000 Euro erhalten können. Die feierliche Preisverleihung ist für Mittwoch, den 17. Dezember 2025, im Rathaus Charlottenburg angesetzt.

Erfahrungen aus Niedersachsen

<pEin Blick auf das vergangene Jahr zeigt, dass Integrationspreise auch in anderen Bundesländern verliehen werden. So zeichnete Ministerpräsident Stephan Weil am 28. November 2023 in Hannover verschiedene Projekte mit dem Niedersächsischen Integrationspreis 2023 aus. Diese Preise wurden für herausragendes Engagement in der Integration ländlicher Räume und Stadtquartiere vergeben, wie die Migrationsbeauftragter Niedersachsen berichtete.

Unter den Preisträgern sind bemerkenswerte Initiativen wie die „Flüchtlingsinitiative im Nestwerk e.V.“ aus Hagen und das Projekt „Die Clownswohnung im Wohnprojekt für Flüchtlinge“ in Hannover. Auch der „Café 4 You“ der Integrationslotsen im Landkreis Cloppenburg und das Projekt „Fitness im Viertel“ von Cluster Projekte e.V. in Hildesheim wurden ausgezeichnet. Zudem erhielt die Ev.-luth. Kirchengemeinde Zum Guten Hirten Godshorn für ihren „Pädagogischen Mittagstisch Satt & Schlau“ einen Sonderpreis.

Integrationsberichte als Grundlage

Das Thema Integration wird nicht nur durch Preise und Auszeichnungen begleitet, sondern auch durch umfassende Berichterstattung. Der 14. Integrationsbericht der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, veröffentlicht durch das Integrationsbeauftragte.de, zeigt auf, dass 25% der Bevölkerung in Deutschland eine Einwanderungsgeschichte hat – unter Kindern und Jugendlichen sind es sogar über ein Drittel.

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Der Bericht, der die Entwicklung von 2005 bis 2023 beleuchtet, beleuchtet diverse Themenfelder wie Demografie, Sprache, soziale und politische Partizipation sowie die Integration in den Arbeitsmarkt. Staatsministerin Alabali-Radovan hebt die Fortschritte in der Integration hervor, besonders im Bereich der Arbeitsmarktintegration, weist jedoch darauf hin, dass das Bildungssystem noch nicht ausreichend auf die vielfältige Gesellschaft eingestellt ist.

Insgesamt bieten die Initiativen von Charlottenburg-Wilmersdorf und den Integrationspreis in Niedersachsen wertvolle Impulse für ein besseres Miteinander und die Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger in Deutschland.