Die Hitze ist zurück in Berlin und mit ihr kommen nicht nur die Sonnenbrillen und Eiskaffees, sondern auch eine drängende Frage: Was tun wir, um unsere Beschäftigten vor der brutalen Hitze zu schützen? DGB-Chefin Yasmin Fahimi hat da klare Ansagen. Sie erwartet zunehmende Arbeitsausfälle durch die drückende Wärme und fordert ein neues Hitze-Ausfallgeld, das sowohl für Arbeitgeber als auch für die Beschäftigten eine Art Sicherheitsnetz bieten soll. „Das ist nicht nur ein Thema für den Sommer“, sagt sie. „Wir müssen jetzt handeln, bevor die Auswirkungen noch gravierender werden.“

Besonders die, die draußen arbeiten, unter extremem Zeitdruck stehen oder körperlich schwer arbeiten, sind betroffen. Es ist ein leidiges Thema, das viele beschäftigt. Eine DGB-Umfrage unter 4.000 Beschäftigten zeigt, dass mehr als ein Drittel unter den hohen Temperaturen leidet. In Innenräumen sind es sogar bis zu 50 Prozent der Beschäftigten, die ohne Sonnenschutz oder Klimaanlage auskommen müssen. Das kann nicht gut gehen! Und wenn man dann noch bedenkt, dass jeder Hitzetag die Wirtschaft satte 431 Millionen Euro kostet – das ist schon eine Hausnummer.

Der Aufruf zur Solidarität

Fahimi macht keinen Hehl daraus, dass sie mehr als nur Worte erwartet. Es braucht gesetzliche Regelungen, um ein solidarisches Ausfallgeld zu schaffen. Und das ist nicht nur eine Forderung, die aus der Luft gegriffen ist. Frühere Initiativen, insbesondere von der IG BAU, haben bereits auf die Notwendigkeit hingewiesen, ein Ausfallgeld für Tage mit Rekordtemperaturen einzuführen. Im Dachdeckerhandwerk gibt es bereits ein solches Ausfallgeld – vielleicht ein Vorbild für andere Branchen?

Die gesundheitlichen Folgen der Hitze sind nicht zu unterschätzen: Leistungseinbrüche, Dehydrierung und sogar ein erhöhtes Risiko für Hautkrebs sind nur einige der möglichen Konsequenzen. Gerade bei hohen Temperaturen sinkt die Konzentration, und das Risiko für Unfälle steigt. Das betrifft nicht nur die körperlich arbeitenden Menschen, sondern alle, die in Büros ohne Klimaanlage schwitzen. Wenn wir nichts unternehmen, könnte das böse enden.

Praktische Maßnahmen und Empfehlungen

Was also tun? Fahimi spricht sich für ganzheitliche Strategien aus: Verschattungen, die Bereitstellung von Getränken und eine Lockerung der Kleiderordnung könnten erste Schritte sein. Das sind nicht nur leere Worte, sondern Maßnahmen, die dringend umgesetzt werden müssen. Technische Regelungen, wie die ASR A3.5, besagen, dass die Lufttemperatur in Arbeitsräumen 26 °C nicht überschreiten sollte. Bei Temperaturen über 30 °C müssen wirksame Maßnahmen ergriffen werden. Das sollte für alle Betriebe eine Selbstverständlichkeit sein.

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Die Notwendigkeit, vorausschauend zu planen, wird immer klarer. Besonders vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Schwangere oder Kinder müssen geschützt werden. Kinder sind besonders gefährdet, da ihre Temperaturregulation noch nicht vollständig ausgebildet ist. Das NAPO-Video „zu heiß zum Arbeiten“ zeigt, wie wichtig es ist, gegen Hitzestress vorzugehen. Maßnahmen wie die Anpassung von Arbeitszeiten, flexible Pausenregelungen oder einfach mal ein Kaltgetränk mehr – das alles zählt!

Wir stehen vor der Herausforderung, nicht nur die Hitze zu bekämpfen, sondern auch ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass wir gemeinsam handeln müssen. Dabei ist es wichtig, dass die Schutzmaßnahmen auch akzeptiert werden und praxistauglich sind. Klimafreundliche und nachhaltige Lösungen sollten dabei immer Vorrang haben. Es liegt an uns, die richtigen Schritte zu setzen, damit wir nicht nur den Sommer genießen können, sondern auch sicher und gesund durch ihn kommen.

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