Das Bezirksamt Spandau hat einer breiten Bürgerschaft die Möglichkeit eröffnet, aktiv an der Gestaltung ihrer Umgebung teilzunehmen. Von diesem Angebot können Bürgerinnen und Bürger während des Zeitraums vom 01. Juni 2025 bis zum 15. Juli 2025 Gebrauch machen. Vorschläge zur Verbesserung oder Neugestaltung des Bezirks können über die Internetseite www.mein.berlin.de eingereicht werden. Eine vorherige Anmeldung auf der Plattform ist hierfür notwendig. Bürgermeister Frank Bewig hat die Bürger ermutigt, sich an diesem Prozess zu beteiligen und ihre Ideen einzubringen. Alle eingehenden Vorschläge können zudem kommentiert und bewertet werden.

Für weitere Informationen steht Nicole Ewald vom Bezirksamt Spandau unter der Telefonnummer (030) 90279 2193 zur Verfügung. Zusätzlich sind Informationsflyer in den Bürgerämtern sowie Büchereien erhältlich, die detaillierte Informationen zur Bürgerbeteiligung enthalten, wie berlin.de berichtet.

Beteiligungskonzept für Spandau

Im Rahmen einer kontinuierlichen Bürgerbeteiligung werden im Bezirk Spandau neben der anstehenden Aktion auch regelmäßig vielfältige Projekte realisiert. Zu den bereits umgesetzten Maßnahmen zählen die Neugestaltung von Marktplätzen und Kinderspielplätzen. Der Bezirk entwickelt derzeit ein „Spandauer Rahmenkonzept für die Beteiligung von Bürger:innen“. Dieses Konzept wird die Zuständigkeiten klären, Möglichkeiten zur Beteiligung aufzeigen sowie Abläufe und Qualitätsanforderungen formulieren. Die neue Koordinierungsstelle für Bürger:innenbeteiligung wird von Frau Laura Friedrich geleitet und dient als Schnittstelle zwischen der Bürgerschaft und der Verwaltung. Bürger können sie telefonisch unter (030) 90279 – 3865 kontaktieren, wie spandau-bewegt.de erläutert.

Das Büro inpolis urbanism GmbH hat in Zusammenarbeit mit dem Bezirksamt Spandau und Fachämtern einen Entwurf erarbeitet, der sowohl online über die Plattform meinBerlin als auch im Eingangsbereich des Rathauses sowie in sozialen Treffpunkten ausliegt. Fragen oder Ergänzungen konnten Bürger bis zum 15. August 2021 über meinBerlin oder per E-Mail einreichen.

Chancen der Bürgerbeteiligung

Die Notwendigkeit einer aktiven Einbeziehung der Bürgerschaft in die Stadtentwicklung wird immer dringlicher. Aktuelle Protestbewegungen gegen Großvorhaben belegen das Interesse der Bürger an der Politik und deren Wunsch, sich aktiv einzubringen. Effektive Bürgerbeteiligung erfordert frühzeitige, umfassende und transparente Prozesse, die nicht nur auf traditionellen Wegen, sondern auch durch innovative und elektronische Kommunikationsformen gefördert werden sollten. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hebt hervor, dass Bürger nicht nur als Betroffene wahrgenommen werden sollten, sondern als aktive Mitgestalter ihrer Umgebung. Die Herausforderungen in der Stadtentwicklung und beim Ausbau erneuerbarer Energien können nur gemeinsam mit der Bürgerschaft bewältigt werden, wie die DStGB-Dokumentation „Bürgerbeteiligung bei kommunalen Vorhaben und in der Stadtentwicklung“ darstellt. Sie liefert wertvolle Hinweise zur Kommunikation und Gestaltung von Bürgerbeteiligungsverfahren, die die Zusammenarbeit zwischen Politik und Bürgerschaft fördern sollen, wie dstgb.de beschreibt.