Am 3. Dezember 2025 wird der 150. Geburtstag von Bernhard Lichtenberg gefeiert, und zahlreiche Veranstaltungen sind geplant, um seinem Andenken zu gedenken. Lichtenberg, geboren am 3. Dezember 1875 in Ohlau, Schlesien, war eine prägende Figur der katholischen Kirche und setzte sich zeitlebens für die Rechte der unterdrückten Menschen ein, insbesondere während des Holocausts. Der Gedenktag wird mit einem Pontifikalamt am 3. Dezember um 18.00 Uhr in der Sankt Hedwigs-Kathedrale in Berlin eröffnet, gefolgt von einer Wallfahrt zu seinem Grab am 5. November 2025.

Wie erzbistumberlin.de berichtet, wird die Wallfahrt am 5. November einen vollen Tag an Gedenken und Gebet umfassen, beginnend mit einer Beichtgelegenheit in der Krypta um 7.30 Uhr. Es folgen mehrere Wallfahrtsmessen mit führenden Mitgliedern der Kirche, unter anderem mit Weihbischof Dr. Matthias Heinrich und Dompropst Prälat Tobias Przytarski. Um 18.00 Uhr wird schließlich eine Wallfahrtsmesse mit den Erzbischöfen Dr. Heiner Koch und Wiesław Śmigiel gefeiert, welche die Eröffnung einer Novene um Fürbitte und Heiligsprechung umfassen wird.

Lichtenbergs Widerstand gegen das Unrecht

Bernhard Lichtenberg war nicht nur ein Kirchenmann, sondern auch ein mutiger Verteidiger der Menschenrechte. Er wurde in eine katholische Familie als das zweitälteste von fünf Geschwistern geboren und wuchs in einer überwiegend protestantischen Umgebung auf. Nach seinem Theologiestudium begann er 1899 seine Karriere in der Kirche, die vor allem in Berlin ihren Höhepunkt fand. Ab 1932 war er Dompfarrer an der Sankt Hedwig-Kirche und engagierte sich intensiv in verschiedenen sozialen und politischen Gremien.

Sein bekanntester Akt des Widerstands gegen das Nazi-Regime war eine Predigt, die er vorbereitete, in der er sich gegen antisemitische Propaganda wandte. Dies führte zu seiner Verhaftung durch die Gestapo am 23. Oktober 1941, nachdem Lichtenberg sich geweigert hatte, seine Aussagen zurückzunehmen und die Ideologie von „Mein Kampf“ zu kritisieren. Schließlich wurde er im Mai 1942 verurteilt und in das Konzentrationslager Dachau deportiert, wo er am 5. November 1943 starb. Yad Vashem hat ihn 2004 als Gerechten unter den Völkern ausgezeichnet und damit sein unermüdliches Engagement für die Rechte der Juden gewürdigt.

Festliche Ehrungen und Auszeichnungen

Zusätzlich zu den Gedenkveranstaltungen zum Jahrestag sind mehrere Ehrungen für Bernhard Lichtenberg geplant. Ein neues Sonderpostwertzeichen wird an seinem 150. Geburtstag am 4. Dezember 2025 herausgegeben, und die offizielle Vorstellung findet am 16. Dezember 2025 um 15.00 Uhr in der Krypta der Kathedrale statt. Diese Veranstaltungen dienen nicht nur dem Gedenken, sondern auch der Würdigung seiner bemerkenswerten Lebensgeschichte und seines unerschütterlichen Glaubens an die Menschlichkeit.

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Die Novene für Lichtenberg, die vom 5. bis 13. November 2025 täglich um 18.00 Uhr (freitags um 20.00 Uhr) nach der Abendmesse stattfinden wird, wird eine Gelegenheit für die Gläubigen bieten, um Fürbitte und Heiligsprechung zu bitten. Es ist ein Zeichen des Widerspruchs gegen die Gräueltaten des Krieges und ein Aufruf zur Erinnerung an die Werte, die Bernhard Lichtenberg verteidigte.

Für weitere Informationen und Details zu den Veranstaltungen und zur Person von Bernhard Lichtenberg ist die Webseite careers.bernhard.com empfehlenswert.