WoHo: Ein Hochhaus für alle in Friedrichshain-Kreuzberg
Heute ist der 5.06.2026 und in Friedrichshain-Kreuzberg gibt es spannende Neuigkeiten am Anhalter Bahnhof. Das Bezirksparlament hat in einer Sondersitzung am 4. Juni für das Hochhausprojekt „WoHo“ gestimmt. Nach einigen Turbulenzen und einer gescheiterten Abstimmung am 28. Mai, bei der die Linke, SPD und FDP gegen das Projekt stimmten, konnte nun ein neuer Anlauf gestartet werden. Es scheint, als ob man sich zusammengerauft hat – alle Grünen waren anwesend und die CDU hat ebenfalls zugestimmt. Das Projekt, das an der Schöneberger Straße entsteht, wird als Holzhybridhochhaus geplant und soll rund 98 Meter hoch werden. Wow, das sind 29 Geschosse voller Möglichkeiten!
Geplant ist eine interessante Mischung: 60% des Wohnraums sind für die Bevölkerung gedacht, während 25% der Fläche für Gewerbe und 15% für soziale Infrastruktur reserviert sind. Ein echter Gewinn für die Nachbarschaft! Die Idee hinter dem „WoHo“ ist mehr als nur ein Hochhaus – es soll ein Ort des Zusammenlebens werden. Von mietpreisgebundenen Wohnungen über genossenschaftliche Angebote bis hin zu Wohnformen für Studierende und Menschen mit Demenz, es ist für jeden etwas dabei. Das Erdgeschoss wird vollständig öffentlich zugänglich sein und bietet Nahversorgung, Cafés, Ateliers und gemeinschaftliche Räume. Klingt nach einem lebendigen Ort, an dem man gerne verweilt!
Ein durchdachtes Konzept
Der Entwurf stammt vom Osloer Büro Mad Arkitekter, die 2021 den Realisierungswettbewerb gewonnen haben. Besonders spannend: Das Projekt umfasst vier Baukörper unterschiedlichster Höhe, wobei der höchste Turm im Zentrum thront. Auf den Dächern sind Außenflächen und Urban-Gardening-Bereiche eingeplant. Hier kann man vielleicht bald die ersten Kräuter für die eigene Küche anpflanzen! Im 29. Geschoss wird ein öffentlicher Dachgarten mit einer atemberaubenden 360-Grad-Aussicht über Berlin entstehen – perfekt für entspannte Nachmittage mit einem Drink in der Hand. Und eine Sauna? Ja, bitte!
Allerdings gibt es auch Widerstand. Die Linke und die SPD lehnen das „WoHo“ in seiner jetzigen Form ab und fordern eine niedrigere Bebauung, die 60 Meter nicht überschreiten soll. Baustadtrat Florian Schmidt von den Grünen unterstützt das Projekt und hebt den dringenden Bedarf an Wohnraum und sozialer Mischung hervor. Eine spannende Debatte, die hier im Kiez entfacht wird – die Meinungen gehen auseinander, und das ist nicht das erste Mal in dieser Stadt!
Nachhaltigkeit im Fokus
In einer Zeit, in der die Herausforderungen durch den Klimawandel und die Energiewende immer drängender werden, ist die Entwicklung von Projekten wie „WoHo“ von entscheidender Bedeutung. Die Transformation der Gesellschaft und städtischer Systeme ist eine zentrale Aufgabe der kommenden Jahre. Treibhausgasemissionen müssen gesenkt werden, um die Klimaziele der Bundesregierung zu erreichen. Energiewende und lokale Energiesysteme stehen ganz oben auf der Agenda. Das bedeutet auch, dass der CO2-Ausstoß im Gebäudebereich gesenkt und die Sanierungsrate erhöht werden muss. Hier wird das „WoHo“ sicherlich eine wichtige Rolle spielen.
Die Akzeptanz der Bevölkerung ist ein weiterer Schlüssel zum Erfolg solcher Vorhaben. Quartiere sollten als Ganzes betrachtet werden, denn verschiedene städtische Funktionen greifen ineinander. Die Herausforderungen sind groß, aber mit Projekten wie diesem wird ein Schritt in die richtige Richtung gemacht. Es bleibt abzuwarten, wie die Entwicklung weitergeht, aber eines steht fest: In Friedrichshain-Kreuzberg tut sich was, und die Stadt wird bunter, vielfältiger und hoffentlich auch nachhaltiger.
