Es ist ein ganz normaler Tag hier in Friedrichshain-Kreuzberg, doch die politische Aufregung in Berlin steigt. Am 20. September wird es ernst: 15 Parteien stehen auf den Wahlzetteln, und das ist nicht einfach so daher gesagt. Wahlleiter Stephan Bröchler stellte bei einem Pressetermin einen Musterwahlzettel vor – ein wichtiges Dokument, das die Bürgerinnen und Bürger in den kommenden Wochen beschäftigen wird. Doch nicht alles läuft ganz geschmeidig. Man stelle sich vor: Johannes Liess von der Linken kommt verspätet zur Sitzung des Landeswahlausschusses, während die Beisitzer der Grünen und der AfD pünktlich sind. Und die SPD? Fehlanzeige! Trotzdem war der Ausschuss beschlussfähig ohne sie.

Insgesamt hatten 21 Parteien bis zur Frist am 14. Juni eine Landesliste oder Bezirkslisten eingereicht. Aber, Überraschung, einige Vorschläge wurden aus verschiedenen Gründen nicht zugelassen. Zum Beispiel hat Mera 25 nur 1224 Unterschriften eingereicht, während 2200 benötigt werden. Auch die Piraten und Die Basis scheiterten mit ihren Unterschriften – ein bisschen peinlich, oder? Besonders bitter: Die Freien Wähler haben überhaupt keine Unterschriften eingereicht. Ein echtes Armutszeugnis für eine Partei, die sich in den letzten Jahren immer wieder hätte profilieren können.

Die Einbürgerung und ihre Hürden

Ein anderes Thema, das viele Menschen hier in Berlin beschäftigt, ist die Einbürgerung. Niki Drakos von der Partei Die Urbane hat sich lautstark über die verzögerten Einbürgerungen beschwert. Und das ist kein Wunder! In diesem Jahr wurden nur 9000 Anträge bearbeitet – das führt zu einem Antragsstau von 40.000 Fällen. Die Zentralisierung der Einbürgerungsaufgaben hat die Einbürgerungen zwar vervierfacht, doch die Probleme bleiben. Der Landeswahlleiter kann zwar keine Beschleunigung anweisen, ist sich des Problems aber bewusst.

Um ein Bürger der Bundesrepublik Deutschland zu werden, braucht man eine Reihe von Voraussetzungen: Man muss mindestens fünf Jahre hier gelebt haben, Deutschkenntnisse auf Niveau B1 nachweisen und sich zur demokratischen Grundordnung bekennen. Ein Beratungsgespräch bei der zuständigen Behörde – sei es die Ausländerbehörde oder die Stadtverwaltung – wird empfohlen. Und natürlich kann die Einbürgerung auch Geld kosten: 255 Euro pro Person, oder 51 Euro für minderjährige Kinder bei gemeinsamer Einbürgerung. Das ist nicht wenig. Komischerweise gibt es Erleichterungen, wenn man mehrere Kinder einbürgern möchte oder ein geringes Einkommen hat.

Wahlstatistik im Fokus

Ein weiteres spannendes Feld ist die Wahlstatistik, die uns mehr über das Wahlverhalten der Berlinerinnen und Berliner verrät. Hier finden wir Informationen über die Zahl der Wahlberechtigten, Wähler und Nichtwähler sowie gültige und ungültige Stimmen. Die Statistiken sind nicht nur langweilige Zahlen, sie erzählen Geschichten über die Wählerinnen und Wähler, ihre Entscheidungen und ihr Verhalten. Zum Beispiel: Wie steht es um die Wahlbeteiligung von Erst- und Jungwählenden? Welche Stimmenverteilung gibt es nach Altersgruppen? Es gibt viel zu entdecken!

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Und während all diese Vorbereitungen und Diskussionen im Gange sind, bleibt die Frage, ob die Berliner Wählerinnen und Wähler an der Wahl teilnehmen werden. Die Wahlstatistik zeigt uns die Trends, und wir dürfen gespannt sein, wie sich die politische Landschaft in Berlin weiterentwickeln wird. In jedem Fall bleibt es aufregend, was die nächsten Wochen bringen – sowohl für die Parteien als auch für die Wähler.

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