Am 4. November 2026, also in nicht einmal einer Woche, wird der Fachtag „Inklusion erleben!“ in Friedrichshain-Kreuzberg stattfinden. Das Bezirksamt hat sich einiges vorgenommen, denn es ist bereits die fünfte Auflage dieser Veranstaltung. Zusammen mit dem Jobcenter Berlin Friedrichshain-Kreuzberg, der Union Sozialer Einrichtungen (USE) gGmbH sowie dem Beauftragten für Menschen mit Behinderungen und dem Amt für Soziales, speziell dem Teilhabefachdienst, wird es eine Plattform geben, die sich ganz der Vernetzung und Zusammenarbeit der Fachkräfte widmet. Die Location, die USE-Werkstatt für Menschen mit Behinderung (DIM26) in der Oranienstraße 26, ist nicht nur leicht zu erreichen, sondern auch barrierefrei zugänglich – ein echter Pluspunkt!

Der Fachtag beginnt um 9 Uhr und dauert bis 16:30 Uhr. Was sich im vergangenen Jahr beim „Teilhabeplanspiel“ gezeigt hat, ist nicht von der Hand zu weisen: An den Schnittstellen der beteiligten Einrichtungen gibt es einige Herausforderungen. Diese sollen nun gemeinsam angepackt werden. Es geht darum, bestehende Kooperationen zu vertiefen und praktische Lösungswege zu finden. In verschiedenen Netzwerk-Workshops können die Teilnehmenden konkrete Vorschläge erarbeiten, um die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen zu verbessern – ein Ziel, das alle Akteure eint. Übrigens, die Teilnahme ist kostenlos!

Einblicke in den Fachaustausch

<pDoch das ist noch nicht alles. Schon am 14. Oktober 2025, vor etwas mehr als einem Jahr, fand ein ähnlicher Fachaustausch unter dem Titel „Inklusion erleben – im Dickicht der Ämter“ statt. Diese Veranstaltung im DIM26 war sehr praxisnah gestaltet und thematisierte die Förderkette für Menschen mit Behinderungen. Vertreter*innen von Institutionen wie der Agentur für Arbeit, der AOK, des Inklusionsamts und vielen anderen kamen zusammen und beleuchteten die Herausforderungen in der praktischen Umsetzung von Inklusion. Ein echtes „Who is Who“ aus dem Bereich der sozialen Unterstützung, das sich den Fragen und Problemen stellte, die Menschen mit Behinderungen oft im Alltag begegnen.

Diese Art des Austausches ist entscheidend. Regine Sommer-Wetter, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin, betont, wie wichtig Netzwerke für die kontinuierliche Zusammenarbeit sind. Und Stephan Felisiak, Geschäftsführer des Jobcenters, hebt hervor, dass Lösungen stets an der individuellen Lebenssituation der Betroffenen orientiert sein müssen. Das ist keine einfache Aufgabe, aber es ist eine, die mit Leidenschaft und Engagement angegangen wird.

Das Recht auf Teilhabe

<pInklusion ist nicht nur ein schönes Wort, sondern ein Recht. Menschen mit Behinderungen möchten mobil sein, ihren Alltag selbstständig bewältigen und aktiv am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Sie dürfen wegen ihrer Behinderung nicht benachteiligt werden – das ist im Grundgesetz verankert. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat die Aufgabe, Chancengleichheit zu fördern, damit alle Menschen, unabhängig von ihren Fähigkeiten, gleichberechtigt am gesellschaftlichen Leben teilnehmen können.

<pDie rechtlichen Rahmenbedingungen sind klar: Das Behindertengleichstellungsgesetz, das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz und das Neunte Buch Sozialgesetzbuch bilden die Grundlage für diese wichtige Arbeit. Und nicht zu vergessen, das Übereinkommen der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen gibt den internationalen Rahmen vor. All diese Aspekte fließen in die Veranstaltungen wie den Fachtag „Inklusion erleben!“ ein und geben den Teilnehmenden das Werkzeug an die Hand, um echte Veränderungen herbeizuführen.

<pFür alle, die sich mit diesem Thema beschäftigen, ist es unerlässlich, dabei zu sein. Fragen zur Anmeldung oder zur Veranstaltung selbst können unter der Telefonnummer (030) 90 298-2368 geklärt werden. Es liegt an uns allen, die Themen Inklusion und Teilhabe aktiv zu gestalten – und das beginnt hier, in Friedrichshain-Kreuzberg.