In den Straßen von Friedrichshain, wo das Leben pulsiert und das Miteinander oft hitzig diskutiert wird, hat sich ein Vorfall ereignet, der für Aufregung sorgt. Am 6. Juni, nach einem fröhlichen Straßenfest in der Nähe der Rigaer Straße, wurde Martin Bialluch, ein Politiker der Linken und ehemaliger Sprecher, bei einer Festnahme verletzt. Wer hätte gedacht, dass eine Feier in solch eine Kontroversität münden könnte? Bialluch berichtet von Verletzungen im Gesicht, die, wie er schildert, durch das Drücken auf den Asphalt verursacht wurden. Das Bild von einer Blutspur, die auf dem Boden zu sehen ist, lässt erahnen, dass hier mehr passiert ist, als es auf den ersten Blick scheint.

Die Polizei hingegen hat eine andere Sicht auf die Dinge. Laut ihren Aussagen soll Bialluch einem Beamten ins Gesicht geschlagen und nach ihm getreten haben. Diese Vorwürfe stehen im Raum, während Bialluchs Anwältin bereits Strafanzeige gegen die Einsatzkräfte gestellt hat, mit der dringenden Forderung nach einer lückenlosen Aufklärung des Vorfalls. Sie verweist auf Beweise, die das unrechtmäßige Handeln der Polizisten belegen sollen. Doch in einer Stadt, in der die Meinungen über die Polizei oft gespalten sind, bleibt die Frage: Wer hat hier die Wahrheit gepachtet?

Ein Blick auf die Beweise

Die Auseinandersetzung wurde zum Teil durch Videos dokumentiert, die an besagter Nacht entstanden sind. Unter den Aufnahmen befindet sich eine Handyaufnahme sowie ein 16-minütiges Video eines mutmaßlich rechten Bloggers, das als Beweismaterial vor Gericht dienen soll. Interessanterweise ist genau dieses Video im Internet frei zugänglich und wurde teilweise in der RBB-Abendschau verwendet. Unterstützer von Bialluch, darunter auch Politiker von Linken und SPD, haben den Blogger als rechten Blogger bezeichnet, was die Diskussion um die Echtheit und Objektivität der Berichterstattung weiter anheizt.

In dem Video sieht man, wie Bialluch im Streit mit der Polizei eine Beleidigung äußert, bevor er zu Boden gebracht wird. Die Polizei behauptet, er habe sich der Festnahme widersetzt und dabei Verletzungen erlitten. Doch merkwürdigerweise ist im Video kein Schlag von Bialluch in Richtung eines Beamten zu erkennen. Die Festnahme und das Drücken von Bialluch auf den Boden sind hingegen klar dokumentiert. Das Landeskriminalamt (LKA) hat bereits die Bodycam-Aufnahmen gesichtet, die noch ausgewertet werden müssen. Hier stellt sich die Frage, ob der Einsatz der Polizisten gerechtfertigt war oder ob übertriebene Gewalt angewandt wurde. Es ist ein schmaler Grat zwischen Recht und Unrecht, der hier beschritten wird.

Auf die Unterstützung kommt es an

Eine „Soli-Gruppe“ von Unterstützern hat sich ebenfalls zu dem Vorfall geäußert und spricht von einem unprovozierten, gewaltsamen Vorgehen der Polizei. Diese Stimmen werden in der Nachbarschaft gehört und sorgen für ein großes Echo. In einer Stadt wie Berlin, wo der Puls der Zeit oft von Protesten und politischen Auseinandersetzungen geprägt ist, wird sich zeigen, wie der Fall von Martin Bialluch ausgehen wird. Die Gemüter sind erhitzt, und die Frage, ob die Polizei hier rechtmäßig gehandelt hat, bleibt bis auf weiteres unbeantwortet.

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