Die Bahnhöfe in Berlin, diese geschäftigen Knotenpunkte des Lebens, stehen im Mittelpunkt einer umfassenden Sanierungsaktion. Besonders im Fokus sind der Bahnhof Zoo, die Friedrichstraße und der Alexanderplatz. Hier wird fleißig gewerkelt, und das nicht erst seit gestern. Es ist fast schon ein ewiges Projekt. Am Ostbahnhof, wo die Sanierung 2010 begann, ist man jetzt im zweiten von drei Bauabschnitten angekommen. Ein Fortschritt, der sich sehen lassen kann!
Im Dezember 2022 wurde die Dacheindeckung und die neue Verglasung der rund 100 Jahre alten Gleishallen fertiggestellt – das klingt doch nach einem großen Schritt nach vorn. Die Gerüste, die den Platz auf den Bahnsteigen eingeschränkt hatten, sind inzwischen abgebaut. Dennoch gibt es noch einige Baustellen, die bis mindestens Ende 2026 ihre Schatten auf den Bahnhof werfen werden. Vor allem die Restarbeiten am Hallendach und der vollständige Abbau der Kranlogistik werden noch viel Geduld erfordern.
Ein hartnäckiges Problem
Doch nicht alles läuft rund am Ostbahnhof. Die defekte Drehtür am Ausgang zur Koppenstraße bleibt ein ungelöstes Rätsel und scheint sogar permanent außer Betrieb zu sein. Mehrfach wurde sie instandgesetzt, doch seit Juni 2024 gibt es immer wieder Probleme – wie ein schleichendes Unheil. Die Tür wird regelmäßig gesperrt, was die Passagiere mehr als einmal vor eine Herausforderung stellt.
Der Hauptgrund für die ständigen Defekte? Vandalismus. Der letzte Schaden war so gravierend, dass die Tür nun als irreparabel gilt. Anstatt die Drehtür weiterhin zu reparieren, ziehen die Verantwortlichen in Betracht, eine neue Konstruktion zu entwerfen und die alte Tür zu entfernen. DB-Experten sind bereits dabei, eine Lösung zu finden, wobei sie die baurechtlichen Vorschriften im Hinterkopf haben.
Vandalismus auf dem Vormarsch
Und während wir von den Sanierungsarbeiten sprechen, dürfen wir nicht die erschreckenden Zahlen ignorieren, die in der letzten Zeit ans Licht gekommen sind. Laut der Bundespolizei haben die Sachbeschädigungen an Zügen und Anlagen im Bahnverkehr 2025 stark zugenommen. In Berlin allein gab es zwischen Januar und Oktober 1.983 Graffiti-Delikte – das ist mehr als in München und Hamburg zusammen! Die Schäden durch Graffiti belaufen sich jährlich auf etwa 12 Millionen Euro. Ein echter Schlag ins Kontor für die Deutsche Bahn.
Die S-Bahnstation Wedding musste wegen Vandalismusschäden sogar vorübergehend gesperrt werden. Erst Anfang Februar 2026 konnte der Verkehr dort wieder aufgenommen werden. Und als wäre das nicht genug, hat ein Feuer in der Silvesternacht, vermutlich durch fahrlässige Brandstiftung, Schäden in Höhe von rund 300.000 Euro verursacht. Ein weiteres Beispiel für die Herausforderungen, mit denen die Bahn zu kämpfen hat.
Die Täter, meist männlich und zwischen 21 und 45 Jahren, kommen aus verschiedensten Berufsgruppen. Es ist eine traurige Realität, dass Videos in sozialen Medien eine nicht zu unterschätzende Rolle bei der Motivation dieser Personen spielen. Die Deutsche Bahn betont immer wieder die Gefahren für die Sprayer und die wirtschaftlichen Schäden, die durch solche Taten entstehen. Die Reinigungskosten für beschmierte Züge betragen etwa 5.000 Euro pro Fahrzeug – das belasten nicht nur die Werkstattkapazitäten, sondern auch die Nerven der Verantwortlichen.
Im Grunde genommen ist es eine zähe Angelegenheit. Man fragt sich, wie lange diese Probleme noch anhalten werden und wann wir endlich die Bahnhöfe in einem Zustand erleben dürfen, der dem Berliner Flair gerecht wird. Bis dahin bleibt uns nur, die Entwicklungen aufmerksam zu verfolgen und zu hoffen, dass die Sanierungsarbeiten und die Maßnahmen gegen Vandalismus Früchte tragen.