Am 22. Mai 2025 wurde das KlimaDashboard für den Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg veröffentlicht, um eine transparente und zugängliche Kommunikation der Klimaziele zu fördern. Diese Initiative richtet sich nicht nur an eine klimainteressierte Zivilgesellschaft, sondern auch an die Verwaltung anderer Bezirke, Wissenschaft und Klimajournalismus. Bezirksbürgermeisterin Clara Hermann unterstrich bei der Vorstellung die vorbildliche Rolle, die Friedrichshain-Kreuzberg im Klimaschutz einnimmt, und betonte die Bedeutung der Bürgerbeteiligung. Das Dashboard wurde in Zusammenarbeit mit dem CityLAB Berlin entwickelt und bietet eine Übersicht über aktuelle Klimadaten, Aktivitäten sowie Handlungsbedarfe in der Region. Ab sofort ist es über die Website www.klimadashboard-xhain.de öffentlich zugänglich.

Das KlimaDashboard zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen im Bezirk zu analysieren und den Fortschritt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2045 zu dokumentieren. Dazu wird die Energie- und Treibhausgasbilanz nach dem BISKO-Standard erstellt, basierend auf Daten aus dem Jahr 2021. Zusätzlich werden spezifische Fragen zu den lokalen Emissionen, den Auswirkungen des Klimawandels und den Maßnahmen zur Anpassung beantwortet. Laut KlimaDashboard Xhain, verursachen private Haushalte den größten Energieverbrauch mit 50,4 %, gefolgt von Gewerbe (36,1 %) und Verkehr (11,6 %).

Aktuelle Klimadaten und Herausforderungen

Die Auswertung der Energieverbrauchsdaten zeigt, dass der Großteil des Endenergieverbrauchs in Friedrichshain-Kreuzberg auf Wärme entfällt (56,9 %), während der Stromverbrauch 32,3 % ausmacht. Die wichtigsten Energiequellen für Wärme sind Erdgas (50 %), Fernwärme (35 %) sowie andere fossile Energieträger (13 %), während erneuerbare Energien lediglich 2 % des Wärmemixes ausmachen. Ein Blick auf die Treibhausgasemissionen zeigt, dass die Wirtschaft 43 % und die Haushalte 42 % der Emissionen ausmachen. Im Gegensatz dazu entfallen nur 14 % auf den Verkehr.

Die mittlere Jahrestemperatur in Friedrichshain-Kreuzberg ist in den letzten Jahrzehnten gestiegen und betrug im Zeitraum 2011-2020 durchschnittlich 10,9 °C, was 1,7 °C über dem Niveau der 1950er Jahre liegt. Die Anzahl der heißen Tage hat sich von 5,5 in den 1950er Jahren auf aktuell 16,5 erhöht, während die Intensität von Starkregenereignissen in den letzten 30 Jahren zugenommen hat. Diese Veränderungen machen deutlich, dass lokale Anpassungsstrategien notwendig sind, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden.

Strategien und zukünftige Initiativen

Benjamin Seibel, Leiter des CityLAB Berlin, äußerte den Wunsch, das Projekt auf ganz Berlin auszudehnen, um eine ganzheitliche Lösung für die klimatischen Herausforderungen der Hauptstadt zu finden. Das KlimaDashboard dient nicht nur als Informationsquelle, sondern auch als Schnittstelle zur Klimawebsite des Bezirks, um die Öffentlichkeit aktiv in Klimaschutzprojekte einzubeziehen.

Parallel zu diesen Entwicklungen ist es für Unternehmen von Bedeutung, sich den Anforderungen des ESRS E1-Standards im Rahmen des CSRD-Reportings zu stellen, wie GreenVisionSolutions beschreibt. Unternehmen müssen mittlerweile ihre Strategien zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung offenlegen. Ein tiefes Verständnis von beidem ist essenziell für eine verantwortungsvolle Nachhaltigkeitsberichterstattung.