Das Brandenburger Wirtschaftsministerium hat heute den Startschuss für eine umfassende Überprüfung der Erdwärme-Nutzung in der Niederlausitz gegeben. Ziel dieser Initiative ist es, eine CO2-freie Wärmeversorgung zu erreichen und die Wärmewende aktiv zu unterstützen. Wirtschaftsminister Daniel Keller (SPD) hebt hervor, wie wichtig die gewonnenen Erkenntnisse für die zukünftige Planung der Kommunen sein werden.

In Brandenburg steigen die Temperaturen im Untergrund kontinuierlich. Bereits in 1.000 Metern Tiefe können bis zu 40 Grad Celsius gemessen werden, und die Temperatur erhöht sich um drei Grad Celsius für jede weitere 100 Meter. Dies gibt Anlass zur Überzeugung, dass unerschöpfliche Wärmeressourcen im Untergrund der Niederlausitz existieren.

Geothermie als Schlüssel zur Wärmewende

Das Ministerium plant, insgesamt drei Millionen Euro in das Projekt zu investieren. Im Rahmen dieser Initiative werden gezielte Tests im Untergrund zwischen Cottbus und Guben durchgeführt, um wasserführende, heiße Schichten zu lokalisieren. Die vorbereitenden Erkundungen beginnen bereits im Juli und erstrecken sich entlang einer Strecke von Cottbus über mehrere Orte bis nach Groß Gastrose. Das Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe (LBGR) übernimmt die Verantwortung für diese Arbeiten.

Die Erdwärme ist nicht nur eine vielversprechende Energiequelle, sondern auch eine wetterunabhängige und unerschöpfliche Lösung. Die Energiegewinnung aus Geothermie erfolgt ohne Verbrennungsprozess und somit ohne CO2-Emissionen. Mit dem Einsatz von Wärmepumpen lassen sich aus nur 1 kWh erneuerbarem Strom bis zu 5 kWh Wärme gewinnen, was die Effizienz dieser Technologie unterstreicht. Bereits 2020 gab es in Deutschland 37 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 350 MW Wärme und 50 MW elektrischer Leistung in der Tiefengeothermie.

Informationsveranstaltungen für Anwohner

Im Herbst 2025 sind öffentliche Informationsveranstaltungen für die Anwohner geplant, die von Birgit Futterer, Direktorin des Geologischen Dienstes beim LBGR, geleitet werden. Diese Veranstaltungen sollen den Anwohnern die Ergebnisse und die weiteren Planungen näherbringen.

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Für die Wärmeversorgung von Wärmenetzen wird außerdem das neue Konzept der HoriThermie ® vorgestellt, das den oberen Grundwasserleiter durch Horizontalfilterbrunnen nutzt. Ziel ist die Dekarbonisierung von Wärmenetzen, wobei die thermische Energie effizient entzogen und wieder in den Grundwasserleiter eingeleitet wird, um eine ausgeglichene Grundwasserbilanz zu gewährleisten.

Insgesamt bietet die Geothermie als Schlüsseltechnologie für die Wärmewende großes Potenzial. Studien belegen das Wachstum des Marktes, verlangen jedoch einen beschleunigten Ausbau. Innovative Ansätze und eine Neuausrichtung der Marktstrukturen sind notwendig, um Geothermieprojekte zu realisieren und zügig neue Marktzugänge zu schaffen. Die ENGIE Gruppe, als Weltmarktführer in der Planung und Umsetzung von Geothermieprojekten, entwickelt maßgeschneiderte Lösungen in Deutschland und bietet alle Dienstleistungen von der Grundlagenermittlung bis zur Betriebssicherung aus einer Hand an.

Für weiterführende Informationen zu den Erdwärme-Projekten in Brandenburg und zur Geothermie im Allgemeinen können Interessierte die Artikel von RBB24, Geothermische Energie und ENGIE Deutschland besuchen.